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Lärmschutzleistungen nach der Genehmigung vom 9. November 2005
Am 7. Juli 2009 ist die umfassende Bestandskraft der Betriebsgenehmigung vom 9. November 2005 eingetreten. Gemäß Ziffer 9.7 dieser Betriebsgenehmigung können Ansprüche auf Schallschutz, die aus der Genehmigung resultieren, längstens fünf Jahre ab Eintritt der umfassenden Bestandskraft geltend gemacht werden.
Diese Fünfjahresfrist begann am 8. Juli 2009 zu laufen und endet demnach mit Ablauf des 7. Juli 2014.
Tagschutzgebiet
Lärmkontur Leq3 von 60dB(A) mit Berücksichtigung von Boden- und Fluglärm. Innerhalb dieses Gebietes erstattet der Flughafen Aufwendungen für bauliche Lärmschutzmaßnahmen an Wohnräumen (z.B. Lärmschutzfenster). Eigentümer, deren Immobilie vor dem 04.03.1974 gebaut oder baurechtlich genehmigt wurde, haben Anspruch auf Ersatz von Lärmschutzaufwendungen, wenn sie von der Flughafengesellschaft bisher noch keine oder nur teilweise Leistungen für Lärmschutz erhalten haben.

Für Objekte, deren Eigentümer in der Vergangenheit bereits eine Erstattung vom Flughafen erhalten haben, die jedoch unter den eigenen Aufwendungen lag, wird der Differenzbetrag nach Antragstellung (Nacherstattungsantrag) vom Flughafen erstattet.
Nachtschutzgebiet
Das Nachtschutzgebiet gliedert sich in zwei neue, erweiterte Gebiete. Für Gebäude innerhalb dieser Bereiche besteht ein Anspruch auf bauliche Lärmschutzmaßnahmen in Schlafräumen.
Neu ist, dass Eigentümer, deren Immobilie vor dem 9.11.2005 gebaut oder baurechtlich genehmigt wurden, einen Anspruch auf Erstattung von erforderlichen Lärmschutzaufwendungen haben.
1. Nachtschutz-Kerngebiet
Maximalpegelkontur von Lmax = 8 x 71 dB(A) in der Zeit von 22 bis 1 Uhr. Für Gebäude in diesem Bereich erstattet der Flughafen Aufwendungen für bauliche Lärmschutzmaßnahmen an Schlafräumen. Dabei muss sichergestellt werden, dass im Innern des Schlafraumes bei geschlossenen Fenstern durch Fluglärm verursachte Schallpegel von 55 dB(A) nicht überschritten werden bzw. kein höherer äquivalenter Dauerschallpegel als Leq3 = 35 dB(A) auftritt. Schallgedämmte Belüftungsanlagen sollen zudem eine ausreichende Belüftung gewährleisten.
2. Erweitertes Nachtschutzgebiet
Lärmkontur Leq(3) von 50 db(A) für die Gesamtnacht.
Für Gebäude in diesem Gebiet erstattet der Flughafen Schalldämmlüfter in den Schlafräumen, sodass auch bei geschlossenen Fenstern eine ausreichende Belüftung sichergestellt wird.
Grenzfall? - Sprechen Sie uns an!
Ihr Wohngebäude liegt knapp außerhalb der dargestellten Gebiete, Sie möchten aber dennoch wissen, ob Sie unser Lärmschutzprogramm eventuell doch in Anspruch nehmen können? Dann sprechen Sie uns an. Liegt beispielsweise ein Wohnhaus knapp außerhalb des Tagschutzgebiets, können die Eigentümer unter Umständen dennoch eine Erstattung baulicher Lärmschutzmaßnahmen erhalten, wenn sie per Einzelgutachten nachweisen, dass das vorgegebene Schutzziel nicht erreicht wird. Die Kosten für das Gutachten tragen zunächst allerdings die Antragsteller. Bestätigt das Gutachten, dass das Schutzziel nicht erreicht wird, übernimmt der Flughafen nach Antragstellung die Kosten des Gutachtens sowie die notwendigen Leistungen für Lärmschutzmaßnahmen.

Für weitere Details zum Einzelfallgutachten wenden Sie sich bitte an das Airport Bürgerbüro.
Außenwohnbereichsentschädigungsgebiet
 
Lärmkontur Leq (3) von 65 dB(A); mit Berücksichtigung von Boden- und Fluglärm.
Voraussetzung für Kompensationsleistungen für die durch Fluglärm eingeschränkte Nutzung von Außenwohnbereichen – also Gärten, Vorgärten, Balkone, Terrassen etc. – ist, dass das betreffende Gebäude überhaupt einen Außenwohnbereich hat und dieser entsprechend genutzt wird. Weiterhin muss das betreffende Wohngebäude vor dem 4. März 1974 baurechtlich zulässig erbaut bzw. bauaufsichtlich genehmigt worden sein.
Die Höhe der Kompensationszahlungen beträgt zwei Prozent des Verkehrswertes des jeweiligen Grundstücks, der durch die Gutachterausschüsse in Ratingen und Düsseldorf (je nach Lage der Immobilie) ermittelt wird. Die Antragstellung erfolgt direkt bei den jeweiligen Gutachterausschüssen. Die Kosten des Wertgutachtens übernimmt der Flughafen.