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Untersuchung durch Fachlabore
Die Untersuchung des Honigs lässt das Bürgerbüro des Airports, bei dem die Realisierung und Betreuung des Bienen-Projekts angesiedelt ist, durch zwei Fachlabore durchführen:

Orga Lab

Orga Lab (Zirndorf) ist ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 zertifiziertes Prüflabor, das die Belastung mit Kohelenwasserstoffen und Schwermetallen analysiert.

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Laves

Laves (Celle), eine staatlich akkreditierte Prüfstelle für Verbrauchersicherheit und Lebensmittelschutz, untersucht die Lebensmittelqualität des Honigs.

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Ergebnis Orga Lab

Der Flughafen-Honig enthält weder Schadstoffe, noch höhere Konzentrationen davon als ein normaler, aus einer ländlichen Umgebung stammender Honig. Die Schadstoffmengen in den untersuchten Proben bleiben in der Regel unterhalb der Bestimmungsgrenze.

Bestimmungsgrenze

Die Bestimmungsgrenze liegt bei 0,1 mg pro Kg Honig. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Eine 1 Cent-Münze wiegt zwei Gramm. Wenn man eine solche Münze in 20.000 (!) gleich große Teile zersägt, hat jeder „Krümel“ das Gewicht von 0,1 mg.

Beim Vergleich der Werte vom Düsseldorfer Flughafen mit den Werten anderer Flughäfen lässt sich kein einheitliches Belastungsmuster feststellen. Die einzigen bislang vorliegenden und lediglich auf Grundlage eines EU-Vorschlags angenommenen Höchstwerte beziehen sich auf die Elemente Blei und Cadmium. Bei allen vorgelegten Honigproben wurde dieser empfohlene Richtwert deutlich unterschritten bzw. die Anteile blieben unterhalb der Detektionsgrenze. Auf Grundlage dieser (chemischen) Untersuchung wird der Düsseldorfer Flughafenhonig als voll genusstauglich eingestuft.
Die Orga Lab Messergebnisse finden Sie als Download in der Infothek
 
Ergebnis LAVES

Der Flughafen-Honig erfüllt sowohl die Qualitätskriterien der Deutschen Lebensmittelverordnung als auch die noch höheren Qualitätskriterien des Deutschen Imkerbundes. Farbe, Konsistenz, Geruch, Geschmack und Sauberkeit waren bis dato stets honigtypisch und nicht zu beanstanden. LAVES bestätigt, dass der Düsseldorfer Flughafen-Honig den Qualitätskriterien der Deutschen Honigverordnung als auch des Deutschen Imkerbundes entspricht.

Den LAVES Prüfbericht finden Sie als Download in der Infothek

 
Zahlreiche Einflussfaktoren
Natürlich ist diese Art des Biomonitorings nur bedingt mit herkömmlichen Biomonitoring-Methoden vergleichbar, wie sie beispielsweise bei Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung oder zur Rauchgasentschwefelung zum Einsatz kommen. Denn Biomonitoring mit Bienen funktioniert nur indirekt und ist diversen Einflussfaktoren ausgesetzt. Käme eine Biene unmittelbar mit Schadstoffablagerungen in Kontakt, z.B. mit Pflanzenschutzmitteln oder Pestiziden, würde dies das Tier in der Regel unmittelbar töten, da Bienen äußerst empfindlich sind. Als Folge würde die Zahl der Bienen und damit auch die Menge des produzierten Honigs sinken.

Das am Flughafen zur Anwendung kommende Biomonitoring geht davon aus, dass die besuchten Pflanzen Schadstoffe aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser (Regen, Grundwasser) aufnehmen und über ihre Blüten an die Bienen weitergeben.

Bei der Evaluierung der bei der Honiganalyse gewonnenen Daten muss bedacht werden, dass der Weg eines Schadstoffs z.B. vom Boden über die Pflanze (Blüte), den Nektar, die Biene und anschließend über die Umwandlung des Nektars in Honig verläuft, mithin also zahlreichen Einflussfaktoren und Filtern ausgesetzt ist. Zudem können auch scheinbar banale Nebensächlichkeiten das Ergebnis der Honiganalyse beeinflussen. So kann z.B. ein einfacher Kratzer auf der Innenseite der Honigschleuder – eine große Metallwanne, in der der Honig von den Wachswaben getrennt wird – das Messergebnis für Metalle verzerren und beispielsweise zu erhöhten Chromwerten führen. Auch die Messinstrumente selbst emittieren ggf. und können so ebenfalls das Ergebnis verfälschen.