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Die vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen mit Wirkung vom 9. November 2005 erlassene neue Betriebsgenehmigung für den Düsseldorf Airport hat zwei wesentliche Auswirkungen:

Zum einen ermöglicht sie mehr Starts und Landungen am Düsseldorfer Flughafen, zum anderen wird der Anwohnerschutz durch zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen erhöht.
Die flugbetrieblichen Änderungen im Überblick:
  • Insgesamt dürfen am Flughafen Düsseldorf in den sechs verkehrsreichsten Monaten 131.000 Bewegungen durchgeführt werden, davon 122.176 Bewegungen im Linien- und Charterverkehr, die übrigen 8.824 Bewegungen in der so genannten Allgemeinen Luftfahrt.
  • Um diese Bewegungszahlen zu erreichen, können zwischen 06:00 und 22:00 Uhr im Linien- und Charterverkehr 45 Starts und Landungen (Slots) an durchschnittlich acht Stunden pro Tag durchgeführt werden. In weiteren acht Stunden stehen 40 Slots pro Stunde zur Verfügung.
  • Im Sinne des Anwohnerschutzes wurden ein Slot-Monitoring sowie ein so genanntes „Mismatch-Reporting-System“ eingerichtet, das mögliche Diskrepanzen zwischen den koordinierten Flugplandaten und den von den Luftverkehrsgesellschaften gemeldeten Flugplandaten ermittelt und für ggf. nötige Korrekturen auswertet.
  • Darüber hinaus wurden bei der Festlegung der Lärmkonturen erstmals Boden- und Fluglärm in einer Gesamtbetrachtung berücksichtigt. Der Flughafen hat dafür von der TÜV Immissionsschutz und Energiesysteme GmbH, Köln, ein Gutachten zur Bodenlärmermittlung sowie beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Göttingen, (DLR) ein Gutachten zur Fluglärmbelastung erstellen lassen. Zur Ausweisung der 65 dB(A) Grenzlinie und der 60 dB(A) Kontur wurden die dabei ermittelten Lärmbelastungen zu einer Gesamtlärmbelastung addiert.
  • In der Zeit von 21:00 bis 22:00 Uhr muss die Nordbahn unabhängig von der Anzahl der koordinierten Slots mitbenutzt werden (volle Nutzung des Parallelbahnsystems), um aufgelaufene Verspätungen aufzufangen. Die so genannten Nichtspitzensstunden-Zeiten – gemeint ist die Zeit, in der die Nordbahn nicht genutzt werden darf – muss wöchentlich im Voraus von der Flughafen Düsseldorf GmbH festgelegt und dem NRW-Verkehrsministerium und der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH mitgeteilt werden.


Hier bieten wir Ihnen den gesamten Text (247 Seiten) der Betriebsgenehmigung vom 9. November 2005 (1,6 MB) als Download.

Hier finden Sie die Lärmschutzzonen (5,1 MB) entsprechend der Genehmigung vom 9. November 2005 als Download. Die zu Grunde gelegten Lärmkonturen wurden in Anlehnung an das in der "Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen" (AzB) vorgeschriebene Verfahren vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt errechnet. Das Tagschutzgebiet und das Außenwohnbereichentschädigungsgebiet berücksichtigen erstmals Boden- und Fluglärm.

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