ANA landet in DUS

Flying home for Christmas – ANA-Sonderflüge nach Tokio

23.12.2020

„Welcome back“ steht auf dem großen Schild mit dem der ANA-Flug NH 209 am Nachmittag des 18. Dezember bei strahlendem Sonnenschein vom Düsseldorfer Airport begrüßt wird. An Bord des Boeing Dreamliners aus Tokio sind diesmal keine Passagiere, nur Flugkapitän Abe, seine Crew und zehn Tonnen Fracht. Ulrich Topp, Leiter des Aviation Marketings am Airport, überreichte zur Landung ein kleines Willkommensgeschenk, wie es sonst nur bei Erstflügen mit neuen Airlines oder zu neuen Zielen üblich ist. Doch in diesen Zeiten ist eben alles ein wenig anders.

ANA in DUS
ANA ist ein alter Bekannter und langjähriger Airline-Partner seit der Streckenaufnahme im Jahr 2014. Die Corona-Pandemie hat die Nonstop-Verbindung zwischen Düsseldorf und Tokio jäh gestoppt, wie viele andere Flüge auch. Am 28. März flog die japanische Airline das letzte Mal auf dem Kurs. Seitdem gibt es keine Nonstop-Verbindung mehr für die große japanische Community in der Landeshauptstadt. Umso größer ist die Freude über die beiden Sonderflüge kurz vor Heiligabend. Denn die Sehnsucht ist groß. Nach der Heimat, der Familie und vor allem der Normalität.

Weihnachten auf Japanisch

Dabei hat Weihnachten in Japan gar nicht den gleichen Stellenwert wie bei uns. Es ist frei von religiöser Bedeutung und wird nur klein gefeiert. Unsere Weihnachtsfeiertage sind in Japan ganz normale Arbeitstage. Viel wichtiger für die Japaner ist das Neujahrsfest, einer der wichtigsten traditionellen Feiertage. Deshalb müsste die Geschichte eigentlich „Flying home for New Year’s Eve“ heißen. Zum Neujahrstag am 1. Januar gibt es zahllose Rituale, angefangen bei Neujahrskarten, über Geschenke, aufwendige Dekoration und üppiges Essen und Trinken. Eigentlich wie bei uns zu Weihnachten. Übrigens: Weihnachten selbst ist für Japaner das Fest für Pärchen, keineswegs besinnlich, sondern grell und glitzernd.  Man verabredet sich, ist auf der Suche nach dem Partner fürs Leben und will an diesem Tag möglichst viel Spaß haben. Auch ein guter Grund, nach Hause zu reisen.

Abflug mit Verbeugung

Maria Petalidou, Verkaufschefin für Deutschland bei ANA, freut sich, dass ihre Airline allen Reisewilligen vor den Festtagen ein Angebot machen kann. „ANA spielt für unsere Landsleute hier eine Schlüsselrolle und verbindet sie im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrer Heimat. Wir sind mit den Menschen im Raum Düsseldorf und natürlich mit den Unternehmen in sehr engem, persönlichem Kontakt und können so ganz direkt auf ihre Bedürfnisse reagieren. Das ist der Grund, warum wir zu den Feiertagen Sonderflüge aufgelegt haben. Wir möchten, dass die Menschen aus Japan direkt von Düsseldorf aus in ihre Heimat kommen und so in diesen schweren Zeiten  persönliche Begegnungen mit Familie und Freunden ermöglichen.“

Am Abend des 19. Dezember startete Flug NH 210 mit knapp einhundert Gästen in Richtung Tokio. Das Team von Station Manager Junichi Okubo fertigte den Flieger mit der gewohnten Routine ab, auch nach der langen Zwangspause. Komplett mit Verbeugung und Winken auf dem Vorfeld, ganz in japanischer Tradition. Anfang Januar geht es zweimal von Japan wieder zurück an den Rhein. Und für 2021 ist die Aufnahme der regelmäßigen Verbindungen von Tokio-Narita nach Düsseldorf fest geplant.

Stift

Karl-Heinz Morawietz

Martin König
Karl-Heinz Morawietz
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