Bilbao

Durch seine Lage an der Mündung des Ria del Nervión und den dadurch florierenden Seehafen galt Bilbao lange Zeit als nicht besonders ansehnliche Industriestadt. Doch seit Anfang der 90er Jahre entwickelt sich die baskische Hauptstadt zur Metropole für moderne Architektur und Kultur. Viele namhafte Architekten und Designer wurden beauftragt der Stadt ein neues Gesicht zu geben, woraus nicht nur das berühmte Guggenheim Museum, sondern auch die Zubizuri Brücke von Santiago Calatrava mit ihrer unverkennbaren Konstruktion und einem Glasboden, sowie die moderne U-Bahn des Stararchitekten Norman Foster in Zusammenarbeit mit dem Typografen Otl Aicher resultierten. Neben zahlreichen Museen und Parks zeichnet sich die Stadt vor allem auch durch das mittelalterliche Stadtzentrum Casco Viejo mit seinen bunten Altstadtgebäuden und zahlreichen Cidre Bars aus.

Aktivitäten

Bilbaos Fußgängerzone

Bilbaos Fußgängerzone lädt zum Flanieren ein.

Die als Fußgängerzone aufbereiteten „Siete Calles“, zu deutsch sieben Straßen, bilden das Zentrum der geschäftigen Altstadt und spielen mit Namen wie Tendería und Carnicería auf die einst hier tätigen Krämer und Fleischer an. Rundherum hat sich der gute alte Charme von Bilbao mit Glasgalerien, wappenverzierten Häusern, verschnörkelten Laternen, Restaurants, Kneipen und kleinen Läden erhalten.

Neben einer Besichtigung der „Siete Calles“, der sieben Straßen in der pittoresken Altstadt Bilbaos, der Kathedrale von Santiago und dem Plaza Nueva, lohnt sich ein Besuch im „Museo de Bellas Artes“, dem Museum der schönen Künste und dem „Mercado de la Ribera“, einer Markthalle mit bunten Fenstern und zahlreichen regionalen Produkten. Die Biskaya Brücke etwas außerhalb von der Innenstadt im Hafen von Bilbao gelegen, zählt seit 2006 zum Weltkulturerbe.

Highlight: Das Guggenheim-Museum

Guggenheim-Museum

Ein Hingucker: Das Guggenheim-Museum.

Vom kanadischen Architekten Frank O. Gehry entworfen, ist das Guggenheim Museum heute der bekannteste Publikumsmagnet der Stadt und zählt jährlich bis zu eine Million Besucher. Allein die Architektur des Gebäudes ist mit seiner silbrigen Oberfläche aus jeder Perspektive ein Blickfang. Neben wechselnden Wanderausstellungen bekannter Künstler beherbergt das Museum auch dauerhaft mehrere Arbeiten von Jeff Koons, dem baskischen Künstler Eduardo Chillida und riesige Installationen von Richard Serra.

Mehr zum Guggenheim-Museum

Kulinarisches

Pintxos

Die baskischen Tapas: Pintxos.

Die baskischen Köche setzen auf regionale Köstlichkeiten, vor allem Fisch und Meeresfrüchte, aber auch auf lokal angebautes frisches Gemüse, welches auf den vielen Märkten der Stadt erhältlich ist. Die Besonderheit im Baskenland sind allerdings die sogenannten „Pintxos“, die baskische Version der spanischen Tapas. Während man Tapas, wie der Name bereits sagt, in kleinen Schälchen serviert, bedeutet Pintxo „Spieß“. Es werden also kleine Holzstäbchen in die Appetithappen gestochen.

Pintxos variieren von mit Fisch belegten Baguettescheiben, Pasteten, verschiedenen Salaten und Cremes, bis hin zu gefüllten Paprikas, Kroketten oder verschiedenen Tortillas. Die Länge des Spießes bestimmt hierbei den Preis. Das flüssige Pendant zu Pintxos heißt „Cidre“, wobei der baskische im Gegensatz zu anderen Europäischen Cidre nicht sprudelt, sondern still ist.

Weiterreise

Das etwa eine Stunde entfernte Küstenstädtchen San Sebastian mit seiner halbmondförmigen Bucht und einer kleinen Insel in der Mitte, kleinen Gassen, Stränden zum Surfen und Flanieren erreicht man mit dem Fernbus direkt vom Flughafen Bilbao oder dem zentralen Busbahnhof. Ebenfalls einen Ausflug wert, sind die Stadt Guernica und San Juan de Gaztelugatxe, ein Kloster auf einer Insel an der Küste von Biskaya.

Newsletter