Bordeaux

Der Hafen des Mondes

Im Südwesten Frankreichs, unweit der Küste des Atlantiks, liegt Bordeaux. Nicht wenige Bordelais, wie die Einwohner der Universitätsstadt heißen, sprechen, wenn es um ihre Heimatstadt geht, vom „Port de la lune“. Zu Deutsch: Der Hafen des Mondes. Diesen wundervollen Beinamen verdankt Bordeaux der Garonne, jenem Fluss, der sich in Form einer Mondsichel durch die Stadt zieht.

Aufgrund der Lage einst ein beliebter Ort des Handels und Verkehrsknotenpunkt, zieht Bordeaux heutzutage vorrangig Studenten, Besucher und Weinliebhaber an.

Das Klima ist das ganze Jahr über äußerst angenehm. Die Sommer sind lang und warm, die Winter mild. Mit etwa 2000 Sonnenstunden pro Jahr übertrifft Bordeaux die meisten französischen Regionen mit Ausnahme des Mittelmeerraumes und einzelner Küstengebiete am Atlantik.

Sehenswürdigkeiten

Bordeaux

Weltkulturerbe würdiges Stadtbild.

Es mag etwas salopp daher gesagt klingen, aber die Stadt Bordeaux an sich ist schon eine Sehenswürdigkeit. Wie das gemeint ist? Seit 2007 steht die Stadt auf der Welterbeliste der UNESCO. Mit dieser Klassifizierung wurden die Bedeutung und das Kulturerbe einer Stadt anerkannt, die seit zwei Jahrhunderten praktisch keinen Stilbruch erlebt hat. Ein Bummel durch das Zentrum lohnt sich allemal.

Im Stadtteil Saint-Pierre sollte man unbedingt der Porte Cailhau, dem königlichen Stadttor, einen Besuch abstatten. Die 1494 erbaute und 35 Meter hohe monumentale Porte Cailhau war Teil der Stadtmauer. Im Innern der Porte Cailhau präsentiert eine Ausstellung die Werkzeuge und Materialien, die für den Bau der Stadt verwendet wurden.

Wer im Grünen die Seele baumeln lassen möchte, dem sei der Jardin Public ans Herz gelegt. Mit einer Fläche von 11 Hektar ist er die grüne Lunge im Stadtzentrum und bietet zahlreiche Spielplätze für Kinder sowie das berühmte Kasperletheater Guignol Guérin.

Highlight: La Cité du Vin

Die Architektur stellt schon für sich eine Reise da. Über eine Fläche von 13350m² und verteilt auf zehn Ebenen präsentiert sich die Cité du Vin, eine Kultureinrichtung, die sich mit Wein als Kulturerbe befasst. Das Herz der Cité du Vin befindet sich im zweiten Stock, wo eine permanente Ausstellung die Besucher auf eine Reise durch Raum und Zeit mitnimmt. Das Museum der Superlative bietet unter anderem 120 audiovisuelle Produktionen für mehr als 10 Stunden Besichtigungsinhalte, drei Verkostungsbereiche, eine Boutique, sowie Grünräume. Für einen ausgiebigen Besuch sollte man gute zwei Stunden einplanen.

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Kulinarisches

Weintrauben

Wichtigstes Kulturgut in Bordeaux: Die Weintraube.

Bordeaux ist ein Reiseziel für Feinschmecker! Die Stadt liegt nicht nur an der Kreuzung aller Spezialitäten Südwestfrankreichs – Stopfleber aus den Landes, Austern aus der Bucht von Arcachon, Erdbeeren aus dem Périgord, Rindfleisch aus Bazas – sondern auch im Mittelpunkt des größten Anbaugebietes für Qualitätsweine der Welt.

Namen wie Margaux, Saint-Émilion, Sauternes und Pessac-Léognan klingen wie Musik in den Ohren von Weinliebhabern. Zudem heißt es, dass es in Bordeaux die meisten Restaurants pro Einwohner gibt.

Umland

Mindestens genauso sehenswert wie das Stadtzentrum, sind die Weinstraßen in der nahen Umgebung. Das Weinbaugebiet von Bordeaux ist so weitläufig, dass es nicht nur eine, sondern gleich sechs Weinstraßen gibt: Médoc, Sauternes/Graves, Saint-Émilion, Blaye/Bourg und Bordeaux/Entre-deux-Mers. Und die sechste? Die Stadt Bordeaux natürlich, das Tor zu den Weinbergen, eine eigenständige Weinstraße und ein optimaler Ausgangspunkt, um alle sechs zu erkunden.

In der Hauptsaison bietet das Fremdenverkehrsamt mehr als 60 Touren und Verkostungen an, die direkt am Informationsschalter oder online gebucht werden können. Die Preise der Touren hängen vom Thema, von der Dauer und vom Transportmittel ab. Einige finden im Kleinbus, andere im Reisebus für 25 oder 53 Personen statt.

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