Kukultun-Maya-Tempel

Kukulcun-Tempel

Cancún ist das internationale Tor zu Yucatán, der Halbinsel im Südosten Mexikos. Bekannt wurde die Stadt, als sie in den 1970ern von den Tourismusplanern des Landes auf dem Reißbrett entworfen wurde. Man wollte eine Feriendestination erschaffen, die internationale Urlauber an die Karibikküste Yucatáns holt – mit Erfolg. Heute leben rund 600.000 Menschen in Cancún, viele von ihnen arbeiten im Tourismusgewerbe der Hotelzone, die sich im Laufe der Jahrzehnte an der strahlend weißen Uferzeile gebildet hat. Hier ist vor allem All-Inclusive-Urlaub an der Tagesordnung, optisch erinnern die Strandhotels an die Silhouette von Miami Beach. Für die meisten Besucher ist Cancún lediglich Durchgangsstation. Die Halbinsel Yucatán beherbergt zahlreiche Schätze, die entdeckt werden wollen, so zum Beispiel weltberühmte Maya-Stätten wie Chichén Itzá, abertausende unterirdische Badehöhlen, die es in dieser Art und Vielfalt wohl kein zweites Mal gibt, sowie niedlich-bunte Kolonialstädte und eine traumhaft schöne Karibikküste namens Riviera Maya, die südlich von Cancún mit rund 150 Kilometern feinstem Sandstrand auf Besucher wartet.

Aktivitäten

Natürlich entstandenes Badeloch

Ein sogenanntes "Cenote"

Während es in Cancún fast ausschließlich um die Entspannung am Strand geht, liefert die direkte Umgebung zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. So ist zum Beispiel Chichén Itzá, die berühmteste Maya-Stätte Yucatáns, nur knapp 200 Kilometer von Cancún entfernt und somit auf einem Tagesausflug zu erreichen. Auf dem Weg dorthin befinden sich auch einige "Cenote" genannte Badelöcher, die einst durch einstürzende Höhlen entstanden sind, zum Beispiel in Dzitnup sowie direkt neben Chichén Itzá. Wer lieber an der Karibikküste bleiben möchte, kann in der Bucht von Akumal mit Schildkröten und Barrakudas schnorcheln oder dem riesigen Freizeitpark "Xcaret" mit seinen exotischen Tieren und jeder Menge Wasserspaß einen Besuch abstatten.

Highlight: Unterwasser-Skulpturen vor Cancún

Vor der Küste Cancúns existiert seit einigen Jahren eine Unterwasserkunstausstellung. Der Brite Jason deCaires Taylor hat hunderte Menschenfiguren aus Zement auf dem Meeresboden platziert, um aus ihnen künstliche Korallenriffe werden zu lassen. Der künstlerische Ansatz dahinter: Da wir Menschen ursprünglich aus dem Meer stammen, glaubt Taylor, dass wir einen Drang haben, dahin zurück zu kehren. Einen ökologischen Hintergrund hat das Projekt aber auch: Die Ausstellung soll Taucher anlocken und so das natürliche Riff vor der Küste entlasten.

Erfahren Sie mehr über die Unterwasser-Skulpturen

Kulinarisches

Burritos, Enchiladas, Quesadillas – das berühmte Tex-Mex-Food findet sich auch in Yucatán. Es ist allerdings, wie der Name schon verrät, eine Mischung aus texanischer und mexikanischer Küche. Die traditionell mexikanische Küche wurde vielmehr durch spanisch-koloniale, aber auch französische, arabische und karibische Traditionen geprägt. Mais, Bohnen, Chilis, Früchte und bestimmte Gemüsesorten spielen eine dominante Rolle. In Mexiko gibt es verschiedene Regionalküchen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Im Norden des Landes herrscht der Einfluss der spanischen Küche vor, während sich im Süden die indigene Küche stärker erhalten hat. Die traditionelle Küche Yucatáns bringt noch ganz andere Leckereien hervor. Sie ist karibisch beeinflusst und kreiert zum Beispiel Pollo Pibil (Hühnchen im Bananenblatt) und Limettensuppe.

Weiterreise

Campeche Stadtzentrum

Campeche

Für die Weiterreise von Cancún zu den anderen Zielen auf Yucatán ist ein Mietwagen unabdingbar. Zwar verbinden auch Überlandbusse die verschiedenen Städte, allerdings werden einige Strecken nur umständlich mit Nachtbussen bedient. Mit dem Mietwagen ist man flexibler. Lohnenswert ist eine Rundreise über das tropische Flachland der Halbinsel mit Stopps in den großen Städten wie Mérida, das einst eine Maya-Stadt war, jedoch von den Spaniern eingenommen und neu errichtet wurde. Die bunteste Stadt Yucatáns ist Campeche. Das Stadtzentrum ist gesäumt von bunten Häusern, hier bummelt es sich ganz herrlich durch die Gassen – der internationale Tourismus steckt in Campeche noch in den Kinderschuhen.

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