Fort Myers

Die Stadt der Palmen am Golf von Mexiko

Fort Myers - die „City of Palms“ - liegt an den Ufern des Caloosahatchee Intercoastal Waterway auf Estero Island. Der Spitzname der Stadt erschließt sich den Besuchern spätestens am McGregor Boulevard. Dort säumen 1.800 majestätische Palmen die Straße. Diese lebenswerte, manchmal etwas träge wirkende Stadt, bietet den Einheimischen und Touristen neben altem Südstaatencharme zahlreiche Attraktionen, wie Museen, Theater, historische Touren, Festivals, Golf, Wassersport und Naturwanderungen.

Majestätische Palmen

1850 entstand die heute knapp 60 Tausend Einwohner große Stadt als Fort im Kampf gegen den Indianerstamm der Seminolen. Sie wurde nach Colonel Abraham C. Myers, dem Schwiegersohn des Gründers und Kommandanten, benannt. Während des amerikanischen Bürgerkriegs fand am 20. Februar 1865 die „Schlacht von Fort Myers“ statt – tatsächlich handelte es sich aber eher um ein kleineres Gefecht bei dem „nur“ ein Konföderierter ums Leben kam. 1866 wurde das Fort aufgegeben und es ließen sich die ersten Siedler an dieser Stelle nieder.

Kulinarisches

Angler warten auf den großen Fang

Florida liebt Fingerfood. Ein halbes Pfund "U-Peel-Shrimps", in würzigem Sud gegarte Garnelen zum Selbstschälen, sind z.B. ein typischer Appetizer. Fast Food kommt bei den Bewohnern des Sunshine States eher selten auf den Tisch, denn beim Essen geht es eher gemächlich zu. Austern schlürfen oder Krebsscheren knacken ist ein wunderbarer Zeitvertreib. Alle Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten kommen während ihres Aufenthalts voll auf ihre Kosten.

Viele Kulturen haben bis heute einen starken Einfluss auf Floridas Küche: Im Süden schmeckt man vor allem die karibischen und lateinamerikanischen Einflüsse. Zahlreiche Einwanderer brachten ihre Lieblingsrezepte mit, zum Beispiel aus Griechenland oder auch der spanischen Insel Menorca. Der Zusatz „Minorcan“, findet sich vor allem auf den Speisekarten der Stadt St. Augustine an der Atlantikküste. Aber aufgepasst: Diese Gerichte sind immer sehr pikant gewürzt!

Nicht alles, was aus dem Wasser kommt, ist Fisch: Alligator gilt in Florida als Spezialität. Das etwas zähe Fleisch kommt häufig in kleinen, frittierten Stückchen mit einem leckeren Dip auf den Tisch. Die Südstaaten-Küche, die vor allen im Norden Floridas zu finden ist, ist sehr reichhaltig und herzhaft. Dort gibt es bereits zum Frühstück Eier, Speck und Maisbrei. Ansonsten auch gerne Bohnen, Corn Bread oder pikant gewürzte Schweinerippchen.

Schmeckt nach Urlaub - Key Lime Pie

Lust auf ein Dessert? Fast jedes Restaurant in Florida hat eine eigene Kreation des „Key Lime Pie“ auf der Karte. Die wichtigste Zutat für diesen Kuchen ist eine spezielle Limettenart, die man nur in Florida findet. Aber natürlich können Sie auch andere Limetten verwenden, wenn Sie ihn selber backen möchten. Auf der Inselkette der Keys gab es früher keine frische Sahne, deshalb wird die Puddingfüllung mit Dosenmilch gemacht.

Zutaten

  • 200 g Graham Cracker (oder Vollkornkekse)
  • 100 g geschmolzene Butter
  • 100 g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (400 g)
  • etwa 1/8 l Limettensaft (von 5-6 Limetten)
  • Schale einer unbehandelten Limette
  • Schlagsahne zum Verfeinern

Zubereitung

  • Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Vollkornkekse zerkleinern. Keksbrösel, Zucker und zerlassene Butter in einer Schüssel mischen und rasch verkneten. Die Keksmischung in eine gefettete Pie-Form mit 24 Zentimeter Durchmesser gut festdrücken und 8 bis 10 Minuten vorbacken.
  • Eigelb und Kondensmilch mit einem Handrührer aufschlagen. Limettensaft und abgeriebene Limettenschale unterrühren. Auf dem Keksboden verteilen und 20 bis 25 Minuten bei 180 Grad Celsius backen. Nach Belieben mit Sahne und Limettenstreifen garnieren. 

Muscheln sammeln auf den Sanibel und Captiva Islands

Möwe

Sanibel ist eine der wenigen Florida-Inseln mit Süßwasservorkommen, wodurch zahlreiche Vögel und Alligatoren angelockt werden. Das facettenreiche Ökosystem von Sanibel und Captiva, die weißen Sandstrände und die dichten Mangrovenwälder sind ein beliebtes Ziel für Urlauber und Bewohner der Region. Der Schutz der Inseln wird hier sehr hoch geschrieben, es ist zum Beispiel verboten, höher als die höchste Palme zu bauen. Erkunden Sie das beeindruckende Schutzgebiet über zahlreiche Rad- und Wanderwege!

Die Strände von Sanibel und Captiva Island sind bekannt für ihre Muschelvielfalt. Seltene und einzigartige Muscheln werden von der Karibik angeschwemmt und bieten Sammlern eine Auswahl von über 400 Muschelarten. 

Jedes Jahr wird im März die „Sanibel Shell Fair“, eine Muschelmesse, veranstaltet. Rund um das Gemeindehaus finden dann an drei Tagen Veranstaltungen und Workshops statt. Auch Mitbringsel, wie Muscheln und Muschelkunstwerke, können dort erworben werden. 

Das Bailey-Matthews Muschelmuseum in Fort Myers verfügt über mehr als 30 Exponate an Weichtieren aus aller Welt und ist unter den „Top 1.000 Places to see before you die“ gelistet. Muscheln in Kunst und Geschichte, seltene Exemplare sowie fossile Muscheln sind dort zu bestaunen. 

Edison und Ford

Zwei von Amerikas berühmtesten Erfindern – Thomas Edison und Henry Ford – ließen sich schon früh in Fort Myers nieder und bauten ihre Häuser direkt nebeneinander. Auch heute noch können sie unter dem Namen Edison & Ford Winter Estates besucht werden. Entdecken Sie dort Edisons Experimentierlabor und -gärten sowie das Museum mit Erfindungen und spannenden Erinnerungsstücken.

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