Bari

Einst von griechischen Siedlern besiedelt und zunächst Barion genannt, ist die typische Hafen- und Marktstadt an der Ostküste Italiens heutzutage nicht nur die Hauptstadt der Region Apulien, sondern mit gut 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im italienischen Süden. Auf der Murge-Hochebene, die sich hinter der Stadt befindet, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das Landschaftsbild wird von kahlen Felsen und Einschnitten geprägt. Olivenbäume, Mandelbäume und Weingüter färben weite Ebenen, auf denen kleine, oft befestigte Gehöfte angesiedelt sind. In Bari Vecchia, der historischen Altstadt Baris, bewegt man sich durch ein stimmungsvolles Labyrinth malerischer Gassen, bis hin zu den Plätzen, wo besonders in den Abendstunden die trendigen Restaurants und Bars voller Leben sind. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wuchs die Wirtschaft der Stadt derart stark, dass viele bedeutende Industrieunternehmen ihren Weg nach Bari fanden und noch bis heute dort ansässig sind. Zudem verfügt die Stadt über die größte Messe im Süden des Landes.

Sehenswürdigkeiten

Stadtmauer von Bari

Stadtmauer

Kleine Buchten, lange Küsten und Klippen an kristallklarem Wasser bieten unzählige Möglichkeiten das herrliche Meer zu genießen. Surfen, Windsurfen, Kitesurfen, Segeln, Tauchen und Schnorcheln sind nur einige der vielen Aktivitäten, die hier angeboten werden. Für Besucher ist Bari aber nicht nur wegen seiner Strände eine Reise wert, sondern auch wegen der zahlreichen historischen Gebäude, Kunstwerke und Shoppingmöglichkeiten ein interessantes Ziel. Im Norden liegt die eng gebaute Altstadt, wo sich mit der Basilika des Heiligen Nikolaus, der altehrwürdigen Stadtmauer, der Kathedrale von San Sabino und dem Schwäbischen Schloss, welches für Friedrich II. gebaut wurde,  sehenswerte Bauten befinden. Südlich liegt das Murat Viertel, das moderne Herz der Stadt. Hier laden eine am Meer gelegene Promenade zu ausgiebigen Spaziergängen und das Einkaufsviertel zum Bummeln ein.

Highlight: Basilica di San Nicola

Basilica di San Nicola

Basilica die San Nicola

Ein wundervolles Exemplar romanisch-apulischer Architektur ist die Basilika San Nicola, in der die Reliquien des berühmten Heiligen Nicolaus aufbewahrt sind, was die imposante Kirche zu einem bedeutenden Pilgerort hat werden lassen. Die drei Portale der schlichten, hellen Fassade, die von zwei mächtigen, unterschiedlich hohen Türmen flankiert wird, führen in die Kirchenschiffe, in denen wichtige Kunstwerke zu sehen sind. Die Basilika eignet sich hervorragend, um etwas zur Ruhe zu kommen und mehr über die spannende Geschichte des berühmten Nikolaus von Myra oder „Santa Claus“ zu erfahren. Dessen Grabstätte befand sich einst in Myra, dem Ort seines Wirkens, ehe süditalienische Seefahrer im Jahre 1087 den Sarkophag aufbrachen und die Gebeine in ihre heutige Heimatstadt nach Bari überführten. Man begründete und entschuldigte den Raub damit, dass die Reliquie vor den Seldschuken und deren Eroberung von Myra gesichert werden sollte.

Weiterreise

Der Hafen von Bari bietet zahlreiche Fährverbindungen nach Dubrovnik, Bar, Durrës, Patras und Korfu. Doch warum in die Ferne schweifen? Die apulische Landschaft ist durch weitläufige Olivenhaine, den Weinanbau und kleine Städte mit liebevoll restaurierten Altstädten geprägt, wie Locorotondo, Ruvo di Puglia, Bitetto, Alberobello, Altamura und Conversano. Die wechselvolle Geschichte der Region kann man auch in zahlreichen Ausgrabungsstätten entdecken, wie die bei Egnazia und Manduria. Eine weitere Attraktion ist die größte Tropfsteinhöhle Apuliens, die Grotte di Castellana, im Nationalpark Alta Murgia. Paläontologische Funde sind in Altamura zu entdecken, wo Höhlenzeichnungen und Saurierspuren zu sehen sind.

Kulinarisches

Die Küche Baris basiert auf dem großen Fischreichtum und ist eng mit den Produkten und den Traditionen des Landes verbunden. Zum Essen und Trinken begibt man sich am Besten in die Altstadt. Bars und günstige Restaurants mit typischen Gerichten sind in der belebten Gegend rund um die Via Venezia und dem Piazza Mercantile zu finden. Burrata-Käse, Meeresfrüchte und das typische auf Stängelkohl basierende Nudelgericht Orecchiete con Cima di Rapa sind hier definitiv zu empfehlen. Bei schönem Wetter und einem guten Wein kann man zu diesen Köstlichkeiten die Seele baumeln lassen und es sich gut gehen lassen.

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