Neapel

Mit knapp einer Millionen Einwohner ist Neapel das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Süditaliens und zählt nicht zuletzt aufgrund der unweit entfernten Ausgrabungsstätten von Pompeji und ihrer einmaligen Lage am Fuße des Vulkans Vesuv, zu einer der sehenswertesten Reiseziele in Italien. Die Stadt selbst kennzeichnet sich durch unzählige Plätze, Kirchen, Museen und Paläste und ihre Lage am Meer. Im Jahre 1995 wurde die gesamte Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Alten Erzählungen zufolge, wurde in der ursprünglich griechischen Siedlung mit dem Namen Neapolis die erste Pizza erfunden. Vom Kunst- und Geschichtskenner bis zum Feinschmecker und Meeresfreund – Neapel hat für jeden das passende Angebot!

Sehenswürdigkeiten

Eines der bekanntesten Bauwerke der Stadt, welches man unbedingt gesehen haben sollte, ist das markante Castel Nuovo. Das große Schloss ragt durch seine dunklen Wehrtürme und einen weißen Renaissancebogen hervor. Als das älteste Schloss Neapels gilt das Castel dell’Ovo, auf einer kleinen Insel liegend, ist es über eine Brücke vom Festland aus gut zu erreichen. Auf der Piazza del Plebiscito befinden sich mit der Kirche San Francesco di Paola und dem Königspalast weitere imposante Bauwerke. Erholung von dem stetigen Treiben in der Stadt findet man im wunderschönen Klostergarten der Kirche Santa Chiara zwischen Laubengängen und Orangenbäumchen. Zahlreiche Funde Pompejis kann man im Museo Archeologico Nazionale bewundern. Die Werke großer italienischer Maler, wie Tizian oder Caravaggio sind hingegen im Museo di Capodimonte zu sehen. Auch hier lädt ein schöner Schlosspark zum Erholen ein.

Highlight: Pompeji

Pompeji

© Sergey Figurniy - Fotolia

Ein Besuch der Ausgrabungsstätten von Pompeji ist das Highlight einer jeden Neapel-Reise und sollte auch nicht ausgelassen werden. In eineinhalb Stunden erreicht man mit dem Zug jene antike Stadt, die 79 nach Christus nach einem Ausbruch des Vesuvs in einem Ascheregen begraben wurde. Weitestgehend konserviert und im Laufe der Zeit vergessen, nahmen erst im 18. Jahrhundert die ersten Ausgrabungsarbeiten ihren Beginn, womit Pompeji schnell zum Fokus der Erforschung der antiken Welt avancierte. Am Golf von Neapel gelegen, lassen sich heute in Pompeji zwei Drittel freigelegte Stadt bestaunen. Archäologen befassen sich nach wie vor mehrheitlich damit, zu rekonstruieren, zu dokumentieren und vor allem den immer schneller voranschreitenden Verfall aufzuhalten, was Pompeji zu einem zunehmend internationalen Forschungsprojekt hat werden lassen.

Kulinarisches

„Eines Tages werde ich nach Neapel zurückkehren, weil es meine Heimat ist, die ich liebe. Aber nicht um zu singen, sondern um Pizza zu essen“, verkündete bereits der berühmte italienische Opernsänger Enrico Carusa voll des Lobes über die neapolitanische Küche. Legenden zufolge hat die Pizza ihre Wurzeln in Neapel, erfunden wurden hier aber auch die ersten industriellen Nudelmaschinen, womit der Stadt ein bedeutender Einfluss auf die nationale Küche nachgesagt wird. Eine ganz bestimmte Süßspeise sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, nämlich Sfogliatelle. Die mit Ricotta gefüllten Blätterteigtaschen schmecken hervorragend zu einem starken Espresso.

Weiterreise

La Maddalena Archipel

La Maddalena Archipel

Aufgrund der guten Anbindung Neapels an den Fernverkehr, lassen sich über die mautpflichtigen italienischen Autobahnen Städte wie Rom und Florenz oder die Reggio Calabria im Süden schnell erreichen. Auch die italienische Bahn verbindet Neapel mit Rom und den anderen größeren italienischen Metropolen und bietet eine komfortable Möglichkeit des Reisens. Regelmäßige Fährverbindungen führen einen rasch nach Tunesien, Korsika, Sizilien oder Sardinien, vor deren Küste sich das La Maddalena Archipel erkunden lässt. Eine italienische Inselgruppe bestehend aus über 62 Inseln mit einer atemberaubenden Natur.

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