Hafen von Olbia

Mit seiner berühmten Costa Smeralda bezeichnet man Olbia gerne als das Tor zur zweitgrößten Insel im Mittelmeer – Sardinien. Smaragdgrünes, klares Wasser, weißer Sand und vom Wind geformte Granitfelsen bilden die charakteristischen Merkmale der Küste der im Nordosten der Insel liegenden Hafenstadt. Das mondäne Küstenstädtchen, das heute Läden bekannter europäischer Modefirmen beherbergt bildet einen interessanten Kontrast zum sardischen Hinterland, das durch Bergdörfer, schroffe Gebirgszüge und jahrhundertealte Vegetation besticht. Vom Szenetreff Porto Cervo mit seinem eleganten Jachthafen bis zum ursprünglicheren Landesinneren, das im Sommer durch seine höhere Lage ein angenehm frisches Klima hat und der außergewöhnlichen Sehenswürdigkeit Nuraghe Izzana – an Facettenreichtum mangelt es Olbia und seiner Umgebung nicht!

Aktivitäten

Flamingos

Flamingos

Gute 1800 Kilometer Meeresküste laden zum Segeln, Surfen, Tauchen und natürlich Sonnenbaden ein. Die Strände Liscia Ruia, Cappriccioli, Spiaggia del Principe und Romazzino sind für solche Vorhaben wie geschaffen. Bei La Cinta lassen sich sogar pinke Flamingos beobachten. Dank der wundervollen Berglandschaft kann man im Landesinneren auch hervorragend wandern oder an Reitexkursionen teilnehmen. Sehr zu empfehlen ist die Besteigung des Monte Limbara, dem höchsten Gebirgsmassiv im Norden Sardiniens. Von seinem Gipfel kann man an klaren Tagen einen Blick bis nach Korsika hinüber genießen. Freunde traditionellen Kunsthandwerks können im unweit entfernten Dörfchen Aggius Einblick ist das Handwerk der berühmtem Deckenweberinnen erlangen. In der Granitlandschaft Valle della Luna befindet sich die prähistorische Sehenswürdigkeit Nuraghe Izzana, bei der es sich um eine Art Turmbau handelt. Die Nuraghenkultur ist auf Sardinien einzigartig und geht auf die Bronzezeit zurück. In jener Zeit bauten die Nuraghen beeindruckende Gigantengräber aus Granitfelsen, die bis heute auf der ganzen Insel zu finden sind.

Highlight: La-Maddalena Archipel

La-Maddalena Archipel

Nicht auslassen sollte man eine Fahrt zur nordöstlichen Spitze der Insel, um den Nationalpark La-Maddalena Archipel zu besuchen. Der La-Maddalena Archipel besteht zum Großteil aus einer Inselgruppe von über 62 Inseln, die als geo-marines Schutzgebiet angelegt ist. Während der beiden Weltkriege waren hier vorwiegend Torpedoboote und U-Boote stationiert. Große Kriegsschiffe der Hochseeflotte konnten in der Regel nur die geschützten Ankerplätze nutzen, da die Kaianlagen nicht ausreichten. Vor und während des Zweiten Weltkriegs versuchte man, den Archipel besser gegen Luftangriffe zu schützen, konnte aber nicht verhindern, dass alliierte Bomber schwere Schäden anrichteten. Heute sind die Inseln weitestgehend unbewohnt, die Strände einsam und die Buchten ein türkis-weißer Traum, der Südsee-Feeling aufkommen lässt. Ein Segeltörn oder ein Tagesausflug mit dem Motorboot dürften unvergessliche Erlebnisse im Norden Sardiniens werden.

Kulinarisches

Eine Spezialität auf Sardinien ist das in den Hirtendörfern häufig noch selbst gebackene hauchdünne knusprige Fladenbrot „pane carasau“, welches gerne mit Tomatensoße und einem Spiegelei in der Mitte serviert wird. Eine weitere Leckerei ist „Bottarga“, getrockneter Kaviar vom Thunfisch, der mit Olivenöl zu Pasta zubereitet wird. Als Nachtisch sollte man unbedingt die „seadas con miele amaro“ kosten, eine Art Ravioli mit Ricottafüllung. Das Besondere ist der dazu gereichte bittere Honig, der seinen charakteristischen Geschmack durch spezielle Blüten und Wildkräuter erhält.

Weiterreise

Von Olbia aus lässt sich ganz Sardinien entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen erkunden. Umringt vom Meer, von den Salinen, den Lagunenseen und von der Sella del Diavolo - einem Felsmassiv, dessen Form an einen Sattel erinnert und auf dem man hervorragend wandern und mountainbiken kann – ist die sardische Hauptstadt Cagliari ein sehenswertes, wie auch beliebtes Ziel für einen Tagesausflug. Des Weiteren ist von Olbia aus eine Weiterreise auf das italienische Festland möglich, via Fähre geht es beispielsweise nach Livorno. Auch Korsika ist mit einer kurzen Fährverbindung von Santa Teresa di Gallura aus gut erreichbar.

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