Gondola an der Rialto Brücke in Venedig

Venedig - die romantische Lagungeninsel

Betrachtet man Venedig von oben, gleicht die Silhouette einem Fisch. Diese kleine Anekdote ist wichtig, um sich in der Stadt nicht zu verlaufen - obwohl gerade das Spaß macht. Jeden Tag strömen Tausende durch die Lagunenstadt. Meistens bewegt sich der Tages-Touristenstrom zwischen dem berühmten Markusplatz und der Rialtobrücke über dem Canal Grande hin und her. Dort liegen nämlich die Hauptattraktionen der Hauptinsel: der Dogenpalast, der Campanille und die Markuskirche. Wer diese Strecke meidet, bekommt das ruhigere Venedig zu sehen und kann dabei vieles entdecken: zum Beispiel das Viertel Guidecca in dem es herrlich beschaulich zugeht, das unprätentiöse Viertel Santa Croce am westlichen Rand der Stadt oder Dorsoduro mit seiner eindrucksvollen Kirche Santa Maria della Salute.

Autofreie Insel mit vielen Wasserstraßen

Altstadt von Venedig

Auf der Hauptinsel in der Lagune fahren keine Autos. Venedig erkundet man zu Fuß oder eben per Boot. Wassertaxis, sogenannte Vaporettos, halten an etlichen Punkten und schippern Besucher schnell und bequem über den Canal Grande. Von hier aus lassen sich auch am besten die schönen Paläste an den Ufern bestaunen. Wer mehrfach mit den Schiffen fahren will, kauft sich am besten ein 12-Stunden Ticket.

Da die Hauptinsel so winzig ist, kann man bei gutem Wetter aber auch herrlich durch die gesamte Stadt spazieren. An der östlichen Spitze Venedigs befindet sich das Biennale Gelände. Außerhalb der Kunstaustellungen bietet die dortige Promenade unter großen Bäumen genug Schattenplätze für ein kleines Picknick und ist am späteren Abend der beste Platz um den Sonnenuntergang zu betrachten.

Das berühmte Murano Glas wird auf der gleichnamigen Nachbarinsel hergestellt und verkauft. Liebhaber dieser kleinen Kunstwerke erreichen die Insel ebenfalls mit dem Vaporetto. Abseits des Hauptkanals von Murano trifft man auf ein dörfliches und ruhiges Leben und schöne Fotomotive.

Highlight: Gondelfahrt am Abend

Venedig in der Abendsonne

Man war nicht in Venedig, wenn man nicht einmal mit einer Gondel gefahren ist. Zugegeben: es ist ein teurer Spaß. 90 Euro kostet es, sich von einem Gondoliere durch Venedig rudern zu lassen. Aber besonders kurz vor Dienstschluss gibt es nichts romantischeres, als auf den kleinen Kanälen an den Palästen vorbeizuziehen. Dann nämlich ist die Stadt ruhig und atmet durch. Die Tagestouristen sind längst weg und die Venezianer erobern ihre Stadt zurück. Winzige Laternen tauchen dann die Gebäude in ein mystisches Licht und machen die Gondelfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Kulinarische Tipps

Mit gutem Essen ist es ist Venedig so eine Sache. Rund um die Hauptsehenswürdigkeiten haben die Restaurants einen bescheidenen und teuren Ruf. Wer also gut und günstig essen möchte, sollte sich in die kleinen Viertel begeben - zum Beispiel in die bereits erwähnten Bezirke Guidecca, Dorsoduro oder Santa Croce. Hier gibt es die regionalen Spezialitäten für günstigere Menüpreise. Die Gastroszene in Venedig ändert sich jedoch schnell. Wenn man die besten Tintenfisch-Tagliatelle, frischen Fisch oder die venezianische Variante der Tapas, Chicheti, speisen möchte, vertraut man am besten auf Tipps der wenigen Einheimischen. Letztere kleinere Snacks findet man in etlichen Stehbars, den Bacari.

Weiterreise ins Umland

Für Venedig sollte man ruhig drei bis vier Tage einplanen, wenn man die Stadt wirklich erkunden und ihren Charme aufsaugen will. Danach empfiehlt sich eine Weiterreise zum Beispiel ins beschauliche und schnell erreichbare Treviso. Die kleine Stadt liegt schon auf dem Festland, ist aber ebenfalls von kleinen Kanälen durchzogen und wenig touristisch. Von hier aus kann man zu einer Gourmetreise ins Veneto starten oder Richtung Nordwesten Verona und den Gardasee erreichen.

Anzeige

Newsletter