Lissabon Straßenbahn

Die „Perle am Tejo“

Portugals Hauptstadt wird nicht ohne Grund so genannt. Die gemütliche Metropole mit gerade einmal 500.000 Einwohnern zählt ohne Zweifel zu den charmantesten Städten, die Europa zu bieten hat. Die Lage an der Tejo-Bucht ist traumhaft, das Leben in den Gassen herrlich südländisch entspannt. Straßenbahnen rattern über die steilen Hügel der Innenstadt, aus den windschiefen Häusern der Altstadt schallen melancholische Gitarrenmelodien, ein alter Mann singt dazu. Lissabon hat viele liebevolle Details, die kaum eine andere Metropole zu bieten vermag. So gibt es mitten in der Stadt zum Beispiel den Personenaufzug Elevador de Santa Justa, der die Menschen im Minutentakt aus der Unterstadt Baixa in die Oberstadt und das Ausgehviertel Bairro Alto befördert. Dies ist nur ein Beispiel für viele Kleinigkeiten, die die südwestlichste Hauptstadt Europas zu einem äußerst lebenswerten Reiseziel machen.

Erkunden Sie das vielfältige Stadtzentrum

Altstadt Alfama

Wie wäre es nach der Ankunft mit einer nostalgischen Fahrt mit einer alten, ratternden Straßenbahn? Als sei die Linie 28 extra für Touristen eingerichtet worden, fährt sie einmal durch die gesamte Stadt und klappert dabei einige wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Altstadt Alfama, die Kathedrale Sé und den grandiosen Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia ab. Der perfekte Start, um sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, ist auch ein Spaziergang hoch zur Burg Castelo de São Jorge, in der es unter anderem um die Geschichte des schweren Erdbebens von 1755 geht. Wer anschließend noch tiefer in die Stadtgeschichte eintauchen möchte, besucht das Museu do Fado, in dem die Tradition der traurig-tragischen Fado-Musik erläutert wird, die noch heute regelmäßig durch die Gassen der Altstadt klingt.

Absolut sehenswert: Der Stadtteil Belém  

Torre de Belem

Wahrzeichen der Stadt: Torre de Belém

Ein Ausflug nach Belém sollte zum Pflichtprogramm bei einem Lissabon-Besuch gehören. Das Stadtviertel liegt sieben Kilometer westlich des Zentrums und ist das Zuhause vieler historischer Bauten, die für die einstige Seefahrernation Portugal sehr bedeutend sind. Am Ufer des Tejo stehen zum Beispiel das Seefahrerdenkmal Padrão dos Descobrimentos und der Torre de Belém, der einst Teil des Verteidigungssystems der Stadt war. Von hier aus brachen die berühmten Entdecker wie Vasco da Gama zu ihren Expeditionen auf. Da Gamas Sarkophag steht fußläufig entfernt in dem riesigen und hübschen Kloster Mosteiro dos Jéronimos.

Weitere Informationen zum Torre de Belém

Stockfisch, Sardinen und süße Köstlichkeiten

Die Nähe zum Meer lässt vermuten, dass vor allem Fisch auf der Speisekarte der Lisboetas steht. Hoch im Kurs stehen der Stockfisch Bacalhau sowie Sardinen. Verfeinert wird das Ganze mit Olivenöl, Knoblauch und Koriander, der einst von den Seefahrern aus Asien mitgebracht wurde. Zum Abschluss eines herzhaften Menüs – oder auch einfach mal zwischendurch – kommen die verboten süßen Pasteis auf den Tisch. Die leckeren Blätterteigkuchen sind mit Vanillecreme gefüllt. Sie wurden vor Jahrhunderten im Stadtteil Belém erfunden und sind inzwischen im ganzen Land bekannt.

Ab an die Atlantikküste

Praia do Guincho

Die zweitgrößte Stadt des Landes Porto, ist von der Station Santa Apolonia in drei Stunden mit dem Zug zu erreichen. Wer nach dem Städtetrip in Lissabon lieber ein wenig Atlantikluft schnuppern möchte, nimmt vom Bahnhof Cais do Sodré die Bahn nach Cascais. Das historische Seebad liegt nur eine Dreiviertelstunde entfernt direkt an der Tejo-Mündung und beherbergt eine Zitadelle sowie einige hübsche Strände. Rauer und naturgewaltiger wird es nördlich in Guincho, einem beliebten Surferstrand direkt am tosenden Ozean. Absolut sehenswert und auf einem entspannten Tagesausflug von Lissabon zu erreichen ist auch die nördlich gelegene Kleinstadt Sintra, die vor allem durch ihre alten Paläste bekannt ist. Sie zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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