Madrid

Die größte Metropole Südeuropas

Madrid ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Spaniens und mit rund sieben Millionen Einwohnern eine der größten Städte in Europa und die größte in Südeuropa. Hierher zieht es Einwanderer aus ländlichen Regionen, die das Großstadtleben suchen, geschäftstüchtige Ausländer und eine beachtliche Anzahl Studenten, die sich auf die sechs Universitäten der Stadt aufteilen.

Obwohl das rege Treiben der Stadt dem in Spanien weit verbreiteten Siesta-Lebensstil zu widersprechen scheint, ist Madrid im Herzen doch sehr spanisch: die kleinen verwinkelten Gassen in der Altstadt schlängeln sich von Plaza zu Plaza und an jeder Ecke wartet ein Tapas-Laden mit Köstlichkeiten darauf entdeckt zu werden. Die spanische und internationale Kunstszene, die hier großzügig in weltberühmten Museen wie dem Museo El Prado oder Museo Reina Sofia gezeigt wird, ist sehenswert.

Aktivitäten

Retiro, Madrid

Lädt zum gemütlichen Verweilen ein: der Retiro.

Die meisten von Madrids Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum der Stadt und sind leicht zu Fuß zu entdecken. Zwischendurch stellen ruhige Parks und schattige Bänke auf den Plazas Orte der Erholung dar. Der Plaza Mayor ist einer der lebendigsten Plätze der Stadt, wo auch oft Konzerte stattfinden und auch sonst immer etwas zu sehen gibt. Wer hingegen Ruhe sucht, ist im Retiro, dem früheren Rückzugsgarten der königlichen Familie gut aufgehoben.

Am Paseo del Prado befinden sich gleich drei der wichtigsten Museen der Welt: das Museo del Prado, das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia und Museo de Arte Thyssen-Bornemisza. Im Museo del Prado ist eine der bedeutsamsten Sammlung spanischer Malerei vor 1900 zu sehen, sowie weltberühmte Werke europäischer Maler, wie Raffael, Tizian, Rubens oder Dürer. Weiter geht es in der Geschichte ab dem 20. Jahrhundert im Museo Reina Sofía mit Werken von spanischen Avantgardisten wie Salvador Dali oder Joan Miro und einer Reihe zeitgenössischer spanischer Künstler. Die Privatsammlung im Museum Thyssen-Bornemisza zeigt Gemälde ab dem 14. Jahrhundert.

Highlight: „Verbenas“

Die meisten kulturellen Festivals finden in Madrid im Frühling und Sommer statt. Nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen sich auch die sogenannten „Verbenas“, zahlreiche Volksfeste, die in den traditionellen Stadtvierteln gefeiert werden.

Das Aushängeschild des kulturellen Lebens Madrids ist das „Festival de primavera“, das auch unter seinem früheren Namen Festival de Otoño bekannt ist und aufgrund von terminlichen Kollisionen nun ab Mitte April stattfindet.

Festival de primavera

Kulinarisches

Mercado de San Miguel, Madrid

Feinkost-Eldorado: Mercado de San Miguel.

Madrid ist das Mekka aller Tapas-Liebhaber. An jeder Ecke gibt es sie, die leckeren kleinen Gerichte, die man sich selbst nach Lust und Laune zusammenstellen kann und zum Beispiel mit einem Tinto de verano (sommerlicher Rotwein mit Limonade und Früchten) genießt. Zum Frühstück gibt es traditionell Churros con chocolate - frittierte Stangen aus Brandteig, die in dickflüssige Trinkschokolade getaucht werden. Erhältlich sind diese in kleinen Cafés und Bars und werden besonders gerne auch nachts am Heimweg vom Feiern verzehrt. Ein Eldorado für Feinschmecker ist der zentral gelegene Mercado San Miguel, in dem sich unter einer historischen Gusseisen- konstruktion von 1916 Spezialitätenstände aneinander reihen.

Weiterreise

Etwa 70 Kilometer südlich von Madrid liegt in der Nachbarregion Kastilien-La Mancha eine der schönsten Städte Spaniens. Das mittelalterlich geprägte Zentrum Toledos liegt malerisch auf einer Anhöhe in einer Schleife des Tajo. Von den Römern gegründet und später von den Westgoten zur Hauptstadt ernannt, verlor es seine bedeutende Rolle erst Mitte des 16. Jahrhunderts, als der Königshof nach Madrid verlegt wurde.

Heute erinnern die beiden Synagogen Santa María la Blanca und Tránsito, sowie die Moschee Santo Cristo de la Luz und die Mezquita de las Tornerías an vergangene Zeiten. Die gotische Kathedrale gehört für viele Besucher zum Pflichtprogramm, ebenso wie ein Besuch des Klosters San Juan de los Reyes.

Kunstliebhabern wird der Renaissancemaler El Greco ein Begriff sein, der sich seinerzeit in Toledo niederließ, wo er bis zu seinem Tod lebte. In der Kirche Santo Tomé hängt eines seiner Hauptwerke: „Das Begräbnis des Grafen Orgaz“.

Anzeige

Newsletter