Hafenansicht

Europas kleinster Mitgliedsstaat

Was für ein Land bereist man eigentlich, wenn man mit dem Flugzeug nach Malta kommt? Ist es ein englisches, da Malta bis 1964 britische Kolonie war und dort noch heute Linksverkehr herrscht? Ist es ein arabisches, da das Maltesische dem Arabischen sehr ähnlich ist? Ist es ein italienisches, weil Italienisch lange Zeit Amtssprache war? Oder ist es gar ein exotischer Mix aus allem? Gefestigt über die Jahre mitten im Mittelmeer auf einem kleinen Fleck Erde, der in etwa so groß wie Bremen ist – das ist wohl einzigartig in Europa. Der Staat Malta besteht aus insgesamt sieben Inseln, von denen nur die Hauptinsel Malta sowie Comino und Gozo bewohnt sind. Über dieses Dreigespann erstreckt sich auch der Großteil der historischen Sehenswürdigkeiten.

Vallettas kultureller Reichtum

Blick über Valletta

Valletta zählt zum UNESCO-Welterbe

Das Stadtbild Vallettas ist vor allem von den Johannitern geprägt, die die heutige Hauptstadt vor rund 450 Jahren entworfen haben. Entlang der Shoppingmeile Republic Street erzählen die Zeitzeugen aus gelbbraunem Kalkstein noch immer von damals – allen voran die Kirche St. John’s Co-Cathedral, die von innen aus filigranen, mit Blattgold bestückten Wand- und Deckenverzierungen besteht. Kurz dahinter befindet sich der Grand Master’s Palace. In dessen Prunkzimmern lebten einst die herrschenden Großmeister. Einen Einblick in die frühere Wohnsituation des Stadtadels bietet die von einer Adelsfamilie bewohnte Casa Rocca Piccola - eine Art Privatmuseum aus dem 16. Jahrhundert.

Highlight: Die blaue Lagune

Blaue Lagune

© viewingmalta.com

Malta hat einige schöne Sandstrände zu bieten, doch das absolute Badehighlight für jeden Besucher ist ein Tagestrip zur Blauen Lagune. Sie befindet sich vor Comino, der kleinen Insel zwischen Malta und Gozo, und punktet mit unvorstellbar türkisfarbenem Wasser. Da fühlt es sich beim Schnorcheln und Plantschen plötzlich so an, als sei man an dem Traumstrand einer Südseeinsel gelandet. Ein absolutes Muss!


Weitere Infos zur blauen Lagune

Kulturell geprägte Mittelmeerküche

Getrocknete Tomaten

Italienisch, griechisch, arabisch: Auch kulinarisch ist Malta von anderen Ländern geprägt worden. Die beliebtesten Speisen sind Ġbejna (Ziegenmilchkäse), der Bohnenbrei Bagilla, die Goldmakrele Lampuki und Qassatas (gefüllte Teigtaschen). Dazu naschen die Malteser gerne Kapern.

Malta produziert aber auch eigene Weine, die sich für ein Gläschen anbieten. Daneben haben sich weitere Getränkespezialitäten entwickelt, wie zum Beispiel das Nationalgetränk Kinnie, bei dem es sich um eine Limonade aus Gewürzen und Orangen handelt.

Malta entdecken

Cittadella

Vom Ostufer des Grand Harbour in Valletta ist es nicht weit bis Paola, wo sich das rund 5.000 Jahre alte Höhlenlabyrinth Hypogäum befindet. In den unterirdischen Gewölbegängen sind die Überreste einer alten Grabstätte zu sehen. Lohnenswert ist auch ein Ausflug ins arabische Mdina. Das auf einem Plateau thronende Dorf war bis zum 16. Jahrhundert Maltas Hauptstadt – von hier blickt man bis zur Küste. Ähnlich ist die Aussicht von der Zitadelle aus dem 12. Jahrhundert in Gozos Hauptstadt Victoria. Hier hat man einen kostenlosen 360-Grad-Blick über die Insel. Unter anderem zu erkennen: der rote Sandstrand an der einsamen Ramla Bay, den man sich lediglich mit der weißen Statue der Santa Marija teilen muss.

Anzeige

Newsletter