Küste von Teneriffa

Teneriffa

Skyline Santa Cruz de Teneriffe

Teneriffa ist nicht nur die größte Insel des Kanarischen Archipels, mit knapp 900.000 Einwohnern ist sie auch die bevölkerungsreichste Insel Spaniens. Die Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife befindet sich an der Nord-Ost-Küste, alleine hier wohnen ca. 200.000 der Tinerfeños, wie die Einheimischen genannt werden. Politisch zu Spanien gehörend, geographisch aber näher an Afrika, lebt die Insel von den ganzjährig milden Temperaturen.

Genau wie der Rest der Kanaren ist auch Teneriffa vulkanischen Ursprungs. Innerhalb des Caldera de las Cañadas, einem vulkanischen Einsturzkessel im Zentrum der Insel, befindet sich der mit über 3700 Metern höchste Berg ganz Spaniens, der Pico del Teide. Der Berg ist nicht nur das Wahrzeichen Teneriffas, er war außerdem der Heilige Berg der Guanchen, der Ureinwohner der Kanaren. Und auch im Nordosten schließen weitere Hügelketten vulkanischen Ursprungs an. Die zerklüfteten Berge des Anaga-Gebirges erheben sich bis zu 1000m über dem Atlantik.

Aktivitäten

Altstadt von La Laguna

Die vielfältige Landschaft erlaubt eine große Auswahl an Aktivitäten auf der Insel. Die raue Bergwelt lässt Wanderherzen höher schlagen, bei der üppigen Fauna und Flora im Norden kommen Naturliebhaber auf ihre Kosten. Sandstrände laden zum Sonnenbaden ein, für Kultur und Sightseeing sorgen die Städte der Insel. Der schönste Sandstrand nordöstlich der Hauptstadt versprüht mit Palmen und gelbem Saharasand, der in den 70ern per Schiff herangebracht wurde, karibisches Flair. Ansonsten laden schwarze Sandstrände und zerklüftete Buchten zum Baden ein.

Der Süden ist das touristische Zentrum der Insel, im Norden findet man eher Natur und Ursprünglichkeit. Wiederum überall auf Teneriffa verteilt finden Windsurfer, Wellenreiter und Kitesurfer je nach Könnerstufe passende Spots. Die Kombination aus Wind und Wellen bietet für die unterschiedlichen Wassersportarten optimale Bedingungen. Golfspieler kommen auf den verschiedenen Golfplätzen auf ihre Kosten.

Für Kultur und Sightseeing sorgen vor allem die Städte und Dörfer im Norden Teneriffas. Die Altstadt von La Laguna gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und auch in La Orotava ist der historische Ortskern erhalten geblieben und lädt zum Stadtbummel ein. Alle Orte sind gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr verbunden. Durch das gut ausgebaute Straßennetz lässt sich die Insel auch perfekt mit einem Mietwagen erkunden.

Der Teide Nationalpark

Vulkan im Nationalpark Teide auf Teneriffa

©franke182 - fotolia.com

Eine Tour durch den Teide-Nationalpark ist ein Muss für jeden Aufenthalt auf der Insel. Viele gut ausgebaute Wanderwege laden zum Erkunden der einzigartigen Landschaft ein. Für die Besteigung des Teide ist eine Genehmigung erforderlich, die man kostenlos im Internet oder im Büro der Nationalparkverwaltung erhält. Ein schöner Ausflug ist auch die Fahrt mit der Seilbahn bis ca. 150m unterhalb der Spitze des Vulkans. Die Bergstation (ohne Cafeteria - man sollte auf Temperaturschwankungen vorbereitet sein) ist Ausgangspunkt für 3 Wanderrouten.

Ein jährliches Highlight ist der Karneval auf Teneriffa, das größte Event dieser Art in Europa. In der Hauptstadt finden die meisten Veranstaltungen statt, hier gibt es auch den größten Karnevalsumzug der Insel. Einer der Höhepunkte ist die Wahl der Festkönigin am Anfang der Festivalwochen. Seit Jahren ist der Karneval auf Teneriffa eine Sehenswürdigkeit für viele Touristen.

 

Genehmigungen für eine Teide-Wanderung

Kulinarisches

Puchero canario

Die traditionellen Gerichte Teneriffas haben frisches Gemüse und verschiedene heimische Fisch- und Fleischsorten als Basis. Vor allem in Suppen und Eintöpfen findet sich eine große Vielfalt der Zutaten wieder. Ein klassisches Beispiel ist der „Puchero canario“, ein reichhaltiger Eintopf aus Gemüse und diversen Fleischsorten der nationalen Küche. Verfeinert werden viele Gerichte mit Gofio, einem Grundnahrungsmittel in der kanarischen Ernährung aus geröstetem Getreidemehl. Als klassische Beilage sind die „Papas arrugadas“ weit über die Grenzen bekannt. Die in Salzwasser gekochten und mitsamt der Schale gegessenen Runzelkartoffeln werden mit grünem oder rotem „Mojo“ serviert, einer pikant würzigen Soßen.

Als besondere Spezialität wird auf der ganzen Insel „Conejo en Salmorejo“, eingelegtes Kaninchen, angeboten. An der Küste wiederum findet sich vornehmlich Fisch auf den Speisekarten wieder. Als größter Weinproduzent der Kanaren trinkt man auf Teneriffa auch gerne eine Glas Wein zum Essen. Oder aber auch Dorada, das leicht herbe Bier der in der Hauptstadt ansässigen Brauerei. Eine süße Kaffeespezialität der Insel ist der Barraquito, ein Heißgetränk in mehreren Schichten aus Espresso, Kondensmilch, aufgeschäumter Milch, Likör und Zitronenschale. Auch einen Nachtisch sollte man sich nicht entgehen lassen, zum Beispiel den Klassiker „Bienmesabe“, eine süße Mandelcreme.

Weiterreise

Zwei Flughäfen verbinden die Insel mit dem europäischen Festland und den Nachbarinseln. Im Süden befindet sich der größere Flughafen Reina Sofía, der auch gleichzeitig der Hauptflughafen für die zahlreichen Urlauberflüge ist. Vom Hafen der Hauptstadt, sowie von einem weiteren Hafen im Süden der Insel, werden diverse Fährverbindungen zu den anderen kanarischen Inseln angeboten.

Anzeige

Newsletter