Thessaloniki

Thessaloniki

Weltstadt mit Dorfcharakter

Thessaloniki ist mit 1,5 Millionen Menschen die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region Makedonien. Ihre Entstehung wird auf 315 v. Chr. datiert und wie weite Teile Griechenlands unterlag auch Thessaloniki mehreren Jahrhunderten der Osmanischen Herrschaft. Lange Zeit war die Stadt ein wichtiger Knotenpunkt an der Via Egnatia und ihre frühchristlichen Kirchen sind bereits in der Bibel erwähnt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Weiße Turm. Er stammt wohl aus osmanischer Zeit, war lange ein Gefängnis für zum Tode Verurteilte und wird heute als Museum genutzt. Schöner Beleg der römischen Zeit ist der gut erhaltene Galeriusbogen im Zentrum der Stadt. Thessaloniki lässt sich in eine Unter- und Oberstadt trennen. Während die Unterstadt durch moderne Bauten des 20. Jahrhunderts, breiten Straßen und einem regen Stadtleben den Eindruck einer Weltstadt vermittelt, scheint in der Oberstadt die Zeit stehen geblieben zu sein. Kleine Gassen, Krämerläden und die wunderschönen in traditionellem Stil erbauten makedonischen Wohnhäuser schlängeln sich den Berg zur alten Festung hinauf. Thessaloniki besticht durch seine Lage am Meer, die Stadt wurde entlang der Bucht gebaut und hat eine kilometerlange Flaniermeile, die in den letzten Jahren mit Stadtgärten erweitert worden ist und ein kleines Naherholungsgebiet darstellt.

Imposante Kulturgüter

St. Paul

Thessaloniki wird von vielen immer nur als Durchgangsstation auf dem Weg zur Chalkidiki wahrgenommen, dabei bietet die Stadt zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus antiker Zeit. Die zahlreichen Kirchen sind ebenfalls sehenswert - vor allem die Kirche des Heiligen Dimitrios, der Schutzpatron der Stadt, mit Mosaiken aus dem 7. bis 9. Jahrhundert und die Heilige Sofia. Beide Kirchen sind UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt beherbergt ebenfalls zwei wichtige Museen. Das byzantinische Museum, das 2005 zum „Museum des Jahres“ in Europa gekürt worden ist und das Archäologische Museum. Letzteres zeigt Funde von den Ausgrabungen in Makedonien.


Dabei empfiehlt sich einen Ausflug nach Vergina, um die dazugehörige wichtigste Ausgrabungsstätte zu besuchen. Dort befindet sich das Grab Philipp II, Vater von Alexander dem Großen.

Highlight: Der 28. Oktober jeden Jahres

Trachten

© portokalis - Fotolia.com

Zu diesem Datum wird in ganz Griechenland der „Ochi-Tag“, ein Nationalfeiertag in Gedenken an die Ablehnung des von Mussolini gestellten Ultimatums, gefeiert. Jedoch wird er in Thessaloniki am ausgiebigsten und imposantesten zelebriert. Üblicherweise werden eine riesige Militärparaden sowie Trachtenumzüge organisiert. Beinahe jedes Haus ist mit der griechischen Flagge geschmückt und in den Schulen wird wochenlang für Aufführungen und Umzüge geprobt.

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Schlemmen nach Lust und Laune

Bougatsa

Um den Charme der Stadt so richtig in sich aufzunehmen genießt man am Besten einen kalten Café Frappé in einem der vielen Cafés direkt am Meer. Für den kleinen Hunger sollte man die lokale Blätterteigspezialität Bougatsa kosten, das entweder süß mit Grießcreme oder herzhaft mit Käse, Hackfleisch oder Spinat gefüllt wird. Eine weitere lokale süße Spezialität ist das sogenannte Trigono -  eine dreieckige Blätterteigtasche mit üppiger Vanillecremefüllung.

Von Thessaloniki ins übrige Griechenland

Es gibt Direktverbindungen mit dem Zug nach Athen, Skopje, Sofia und Belgrad. Thessaloniki ist eine Hafenstadt und bietet die wichtigsten Fährverbindungen im Norden Griechenlands zu den ägäischen Inseln an, sogar Athen ist per Schiff erreichbar. Klassischer Weise reist man von Thessaloniki entweder mit dem eigenen Mietauto oder den öffentlichen Bussen zur Halbinsel Chalkidiki weiter. Das nördliche Makedonien mit seinen traditionellen Dörfern und den unbeschreiblich schönen Prespa-Seen sollte man allerdings auch mal in Erwägung ziehen.

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