Die Ausmaße Tokios sind für einen Europäer kaum vorstellbar. In der Metropolregion von Japans Hauptstadt leben rund 35 Millionen Menschen – und das zumeist auf engstem Raum. Dies sorgt für eine ganz besondere Energie, die in den Straßen Tokios herrscht. Am besten setzt man sich mal für eine halbe Stunde in ein Café an der berühmten Straßenkreuzung im Stadtteil Shibuya und lässt als stiller Beobachter das Cityleben auf sich wirken. Bunte Busse, Taxen und LKW schießen am Fuße der LED-blinkenden Häuserfront vorbei. Aus allen Richtungen kommen die Fahrzeuge, bis plötzlich der Verkehr zum Stillstand kommt. Dann nämlich schalten die Fußgängerampeln auf Grün, und aus zehn verschiedenen Richtungen strömen Tausende von Menschen über die Kreuzung. Ein faszinierender Schmelztiegel aus Chaos und Ordnung! Zum Glück finden sich in der Stadt mit Parks wie Shinjuku Gyoen oder den religiösen Schreinen auch immer wieder Orte der Ruhe, an denen man sich einen Moment von der Energie der Stadt erholen kann.

Aktivitäten

Asakusa-Kannon-Tempel

Um sich nach der Ankunft einen Überblick zu verschaffen, lohnt sich der Besuch des Tokyo Skytree, dem mit 634 Metern höchsten Fernsehturm der Welt. Von den Aussichtsebenen in 350 und 450 Metern genießen Sie fantastische Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Zahlreiche Blinklichter und Musik, die aus den Geschäften schallt, findet man in den vorwiegend jungen Stadtteilen Shibuya und Harajuku. Hier trifft man sich abends auf ein Getränk in Karaoke-Bars und Clubs. Wer sich für die religiöse Kultur Japans interessiert, sollte dem Meiji-Schrein einen Besuch abstatten. Eine tolle Atmosphäre mit Musik und Räucherstäbchen hat auch der rote Asakusa-Kannon-Tempel.

Highlight: Mount Fuji - Japans höchster Berg

Mount Fuji

Mit 3776,24 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist der Fuji der höchste Berg Japans. Der imposante Vulkan befindet sich auf der japanischen Hauptinsel Honshu und ist seit 2013 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eingestuft wird der Fuji als aktiver Vulkan, wenn auch nur mit geringem Ausbruchsrisiko. In den Plänen eines jeden Japan-Reisenden sollte der beeindruckende Berg auf alle Fälle stehen. So lässt sich auf verschiedene Wege der Gipfel erklimmen. Zur Spitze des Fujis führen insgesamt vier Wanderrouten, welche sich in puncto Starthöhe, Anstieg, Länge, Steigung und Dauer unterscheiden.

Kulinarisches

Sushi

Bekanntermaßen haben die Japaner eine etwas außergewöhnliche Vorstellung davon, sich in ihrer Freizeit unterhalten zu lassen. So gibt es in Shibuya mit »The Lockup« zum Beispiel ein Gefängnisrestaurant, in dem der Gast in Handschellen in eine Zelle geführt wird, bevor das Personal ihm die Speisekarte reicht. Zu jeder vollen Stunde wird es dann besonders gruselig, wenn ein Gefängnisausbruch mit maskierten Männern simuliert wird. Zu einer Reise nach Tokio gehört natürlich auch der Besuch einer echten Sushi-Bar. Eines der Flaggschiffe ist das »Heiroku Sushi«, wo die Schälchen auf einem Fließband vorbeifahren. Japanische Reisburger mit fernöstlichen Geschmacksrichtungen werden in den landesweiten Filialen von »Mos Burger« serviert. Unbedingt probieren sollte man außerdem die Okonomiyaki genannten Pfannkuchen mit verschiedenen Gemüse-, Fisch- und Fleischzutaten.

Weiterreise

Verkehrsmittel Nummer eins und mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 km/h eigentlich schon eine Attraktion für sich, ist der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, der die größten Städte des Landes in Windeseile miteinander verbindet. Die Linien und das Prinzip sind einfach zu verstehen, auch wenn die japanischen Fahrpläne einen manchmal zur Verzweiflung treiben können. Die Mitarbeiter in den großen Ticketshops sprechen meist Englisch und helfen gerne weiter. Mit dem Shinkansen erreichen Sie mit Kyoto eine der geschichtlich und kulturell bedeutendsten Städte Japans. Auch die drittgrößte Stadt des Landes Osaka ist mit dem Shinkansen in zweieinhalb Stunden zu erreichen.

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