Wie laut ist es in der Umgebung?

Wir führen in benachbarten Städten und Stadtteilen, die im Bereich der An- und Abflugrouten liegen, permanente Lärmmessungen und -kontrollen durch. Unsere Fluglärmmessanlage besteht aus 13 fest installierten Messstationen. Die Lage der Messstationen haben wir in Absprache mit den umliegenden Kommunen festgelegt. Wir stellen die Ergebnisse der Lärmmessungen regelmäßig der Fluglärmkommission vor, in der unter anderem die Kommunen Düsseldorf, Duisburg, Essen, Heiligenhaus, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Moers, Mülheim an der Ruhr, Neuss, Ratingen, Tönisvorst und Willich vertreten sind. Die Kommission berät unsere Genehmigungsbehörde, das Verkehrsministerium des Landes NRW, sowie das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung und die Flugsicherungsorganisation über Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigungen durch Luftfahrzeuge.

Aktuelle Messtellen-Statistiken

Mehr Flugbewegungen, weniger Lärm

In den letzten zwanzig Jahren ist die Zahl der Flugzeugbewegungen (Starts und Landungen) an unserem Flughafen in Düsseldorf zwar immer weiter gestiegen, doch die Lärmbelastung hat im Verlauf der Zeit deutlich abgenommen. Die Erklärung dafür liegt in der technischen Entwicklung der Flugzeugtriebwerke und im verstärkten Einsatz von lärmarmem Fluggerät. Durch eine entsprechende Strukturierung der Start- und Landeentgelte bemüht sich unser Flughafen, die Luftverkehrsgesellschaften zum verstärkten Einsatz moderner, lärmarmer Flugzeuge zu bewegen.

Zum Vergrößern der Grafik "Entwicklung der Lärmimmissionen" bitte hier klicken.

Routengrafik April 2018

Wie laut ist das überhaupt?

Ohr

Ein normales Gespräch erzeugt im Abstand von einem Meter einen Schalldruckpegel von ca. 60 dB(A) (Dezibel), Flüstern ca. 30 dB(A). Fährt ein Pkw im Abstand von sieben Metern an Ihnen vorbei, sind etwa 80 dB(A) zu messen.

Dezibel (dB(A)) ist die Maßeinheit für den Schallpegel. Ein Dezibel entspricht ungefähr der kleinsten wahrnehmbaren Änderung der Lautstärke, die ein Mensch empfinden kann. Schallpegel werden international als A-Pegel angegeben - dB(A). Diesem A-Pegel liegt eine Frequenzbewertung zugrunde, die an die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs angelehnt ist und somit auch den unterschiedlichen Klang (genauer: die Frequenzverteilung) von Geräuschen berücksichtigt.

Die Maßeinheit dB(A) beschreibt einen logarithmischen Wert. Ein Anstieg des Schalldruckpegels um 10 dB(A) bedeutet eine Verdoppelung der wahrgenommenen Lautstärke.

Verdoppelt man die Geräuschquelle, ist die Lärmbelastung jedoch nicht auch gleich doppelt so hoch: Fahren an Ihrem Haus zwei Autos vorbei anstelle von einem, führt das zu einer Erhöhung des Schalldruckpegels um drei dB(A), nicht um weitere 80.

Bei der Beurteilung von Lärm werden verschiedene Komponenten in Betracht gezogen. Nicht nur die Intensität des Lärms, sondern auch seine Dauer und Häufigkeit sind wichtig. Die Spitzenpegel werden besonders berücksichtigt. Beim äquivalenten Dauerschallpegel (Leq) wird der über eine bestimmte Zeit an einem bestimmten Ort gemessene Lärm auf ein vergleichbares Dauergeräusch umgerechnet. Der Leq wird in dB(A) ausgedrückt und ist ein weltweit anerkanntes Maß. Auch bei den im Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm festgelegten Werten handelt es sich um äquivalente Dauerschallpegel. Beim Fluglärm wird der Leq üblicherweise für die sechs verkehrsreichsten Monate eines Jahres angegeben (Mai bis Oktober).

Messstellen-Statistiken

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