Häufig gestellte Fragen

Was ist eine bauliche Schallschutzmaßnahme?

Als bauliche Lärmschutzmaßnahme gilt in der Regel der Einbau von schalldämmenden Fenstern, Balkontüren bzw. Dachfenstern in Wohngebäuden. Gewerbliche Räume und gewerbliche Immobilien sind von der Förderung ausgenommen.

Welche Fenster werden bezuschusst?

Die Lärmschutzfenster müssen nach Lärmschutzklasse IV mit 41 dB(A) in eingebautem Zustand zertifiziert sein. Der Nachweis erfolgt durch die Vorlage eines Prüfzeugnisses. Rollladenkästen werden zusätzlich gedämmt, um den erforderlichen Lärmschutz sicherzustellen.

Habe ich auch Ansprüche, wenn ich in der Vergangenheit bereits Zuschüsse erhalten habe?

Für Objekte, deren Eigentümer in der Vergangenheit bereits eine Erstattung vom Flughafen erhalten haben, die jedoch unter den eigenen Aufwendungen lag, wird der Differenzbetrag nach Antragstellung (Nacherstattungsantrag) vom Flughafen erstattet. Außerdem können eventuell noch bauliche Schallschutzmaßnahmen offen sein, die jetzt durchgeführt und bezuschusst werden können.

Wer baut die Lüfter ein?

Den Einbau von schallgedämmten Belüftungsanlagen übernimmt eine Fachfirma. Als förderungswürdig können nur Räume anerkannt werden, die auf Grund ihrer Zweckbindung und ihrer bauordnungsrechtlichen Bestimmung als Schlafzimmer genutzt werden. Sämtliche anderen Räume (Wohn-, Arbeits-, Gästezimmer, Hobbyräume etc.) sind ausgenommen.

Habe ich als neuer Eigentümer erneut Ansprüche?

Flughafenzuschüsse bzw. Kompensationszahlungen beziehen sich allein auf die Immobilie. Pro Wohnobjekt kann somit nur ein Antrag gestellt werden. Die Auszahlung erfolgt auch bei einem Eigentümerwechsel nur einmalig.

Bis wann kann ich meine Ansprüche geltend machen?

Am 7. Juli 2009 ist die umfassende Bestandskraft der Betriebsgenehmigung vom 9. November 2005 eingetreten. Gemäß Ziffer 9.7 dieser Betriebsgenehmigung können Ansprüche auf Schallschutz, die aus der Genehmigung resultieren, längstens fünf Jahre ab Eintritt der umfassenden Bestandskraft geltend gemacht werden. Diese Fünfjahresfrist begann am 8. Juli 2009 und endete demnach mit Ablauf des 7. Juli 2014.

Im Zuge unseres Antrags auf Planfeststellung mit Änderung unserer Betriebsgenehmigung, den wir am 27.02.15 beim Landesverkehrsministerium eingereicht haben, setzen wir unser Schallschutzprogramm aber im Sinne des Anwohnerschutzes auf freiwilliger Basis fort. So haben Anwohner, die bisher noch keine Ansprüche auf Bezuschussung baulicher Schallschutzmaßnahmen gegenüber dem Flughafen geltend gemacht haben, weiterhin die Möglichkeit, entsprechende Anträge zu stellen.

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