Vorfeld West

Bild Vorfeld West

Ersatzflächen Vorfeld West

Das NRW-Verkehrsministerium hat unserem Flughafen im Sommer 2015 grünes Licht für Baumaßnahmen im westlichen Vorfeldbereich des Flughafengeländes gegeben, um dort Abstellflächen für Flugzeuge zu schaffen. Bisher hat unser Flughafen aber noch nicht mit den abschließenden Bauarbeiten begonnen, da gegen den Beschluss vier Klagen und zwei Eilanträge auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung eingereicht wurden und unser Unternehmen entschieden hat, die entsprechenden Verfahren abzuwarten.

Entscheidung des OVG Münster zur Ersatzfläche Vorfeld West schafft dringend notwendige Klarheit

Unser Flughafen begrüßt daher die am Freitag, 08. Juni 2018, gefallene Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster zur Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses für das Projekt „Ersatzfläche Vorfeld West“. Die Städte Kaarst, Meerbusch und Ratingen sowie mehrere Privatpersonen hatten in Münster gegen den im Juni 2015 erlassenen Planfeststellungsbeschluss des Verkehrsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen geklagt. Das jetzt gesprochene Urteil schafft die notwendige Klarheit, sodass die abschließenden Bauarbeiten in den kommenden vier Jahren durchgeführt werden können.

Begründung des Vorhabens

Nach Fertigstellung der Flugzeughalle 7 im April 2009 gingen im östlichen Bereich unseres Vorfeldes Abstellpositionen für Flugzeuge verloren. Für diese Positionen sollten daher Ersatzflächen im westlichen Bereich unseres Vorfeldes geschaffen werden.

Der erste Bauabschnitt

Insgesamt umfasst das Projekt „Ersatzfläche Vorfeld West“ drei Bauabschnitte. Mit dem ersten Bauabschnitt des Vorhabens konnte Anfang 2009 begonnen werden. Denn dafür stellte das Landesverkehrsministerium ein so genanntes Negativattest aus. Dieser Abschnitt wurde im Dezember 2009 fertig gestellt und auch in Betrieb genommen.

Planfeststellungsverfahren für die Bauabschnitte 2 und 3

Durch das gesamte Vorhaben werden rund 91.000 m² Fläche neu versiegelt. Dies führt zu einer Erhöhung der Menge des anfallenden und abzuleitenden Oberflächenwassers. Die Stadt Düsseldorf als zuständige Untere Wasserbehörde (UWB) hat der durch den ersten Bauabschnitt bedingten Einleitung von Niederschlagswasser in den Kittelbach zugestimmt. Für die durch die geplanten Bauabschnitte 2 und 3 bedingten umfangreichen Änderungen hielt die UWB jedoch die Durchführung eines wasserrechtlichen Verfahrens für erforderlich. Daher empfahl das Verkehrsministerium auch im Hinblick auf die Rechtssicherheit die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens.

Für die Bauabschnitte 2 und 3 hat unser Flughafen daher am 11. August 2008 einen Planfeststellungsantrag beim Landesverkehrsministerium gestellt. Im Rahmen dieses Planfeststellungsverfahrens erfolgte auch eine Umweltverträglichkeitsstudie. Die zum Planfeststellungsverfahren gehörende einmonatige Auslegungsphase begann am 1. September 2010. Mit der Auslegung begann am selben Tag auch die sechswöchige Einwendungsphase. In diesem Zeitraum konnten sich alle Bürgerinnen und Bürger schriftlich an die Bezirksregierung oder die Stadt Düsseldorf wenden, um ihre Meinungen oder Bedenken zum Projekt zu äußern.

Nachdem im Rahmen der schriftlichen Anhörung etwa 1.500 Einwendungen zur Planfeststellung am Düsseldorfer Flughafen (Vorfeld West) eingegangen und bearbeitet worden sind, hat die Bezirksregierung Düsseldorf den Erörterungstermin durchgeführt. Dieser diente der Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen. Der Erörterungstermin fand am 12. April 2011 im CCD Congress Center Düsseldorf statt.

Nach den Sommerferien 2015 hatte das Landesverkehrsministerium die Entscheidung im Planfeststellungsverfahren nach vorheriger öffentlicher Bekanntgabe für die Öffentlichkeit ausgelegt. Nach Abschluss der Auslegung begann die Frist für die Betroffenen zur Einlegung möglicher Rechtsmittel. Gegen den Beschluss wurden vier Klagen und zwei Eilanträge auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung eingereicht. Daher galt es, die entsprechenden Verfahren abzuwarten.

Auswirkungen auf die Nachbarschaft

Mit dem ursprünglichen Bauantrag für das gesamte Vorhaben hatte unser Flughafen verschiedene Untersuchungen, zum Beispiel ein Bodenlärmgutachten und ein ökologisches Gutachten, beim Landesverkehrsministerium vorgelegt. Darin wurde geprüft, wie sich die geplanten Veränderungen auf die Umwelt und die in der Nachbarschaft lebenden Menschen auswirken. Das Ergebnis: Die Veränderungen des Bodenlärms sind laut der Gutachten so gering, dass für die umliegende Wohnbebauung in Lohausen, Stockum und Unterrath keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind.

Für das Planfeststellungsverfahren für den zweiten und dritten Bauabschnitt wurden erneut entsprechende Gutachten erstellt. Dabei wurden auch Erkenntnisse über eine mögliche Änderung der Geruchsbelastung gewonnen. Die Berechnungen haben ergeben, dass die Nutzung der Ersatzfläche Vorfeld West zu keiner spürbaren Änderung führt. Der Beurteilungswert der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) wird deutlich unterschritten.

Erläuternde Pläne und Kartenmaterial

Planfeststellungsbeschluss

Plan A 1 planfestgestellt mit Beschluss vom 15062015 A1011Uebersichtslageplan

Plan A 2 planfestgestellt mit Beschluss vom 15062015 A1023LPGBauFlchen

Plan A 3 planfestgestellt mit Beschluss vom 15062015 EGPF1042

Plan A 5 planfestgestellt mit Beschluss vom 15062015 EGPF1046

Plan A 6 planfestgestellt mit Beschluss vom 15062015 EGPF1047

Plan A 7 planfestgestellt mit Beschluss vom 15062015 EGPF1048

erläuternde Karte 3016a

erläuternde Karte 3017a

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