Düsseldorf Airport hat drei Grundwassersanierungsanlagen in Betrieb

PFT-haltiges Wasser wird gereinigt

Seit Juli 2016 sind drei  PFT-Grundwassersanierungsanlage ist auf dem Gelände des Düsseldorfer  in Betrieb. Mit den Großanlagen am ehemaligen Feuerlöschbecken, an der Feuerwache Nord sowie im  Bereich der Unfallstelle der Atlas Air von 2005 am westlichen Ende der Südbahn wird sichergestellt, dass vom Gelände des Airports kein PFT-belastetes Grundwasser mehr in Richtung Lohausen, Kaiserswerth und Kalkum abströmt. Der Reinigungsgrad der Großanlagen liegt bei nahezu 100 Prozent. Nach der Reinigung wird das abgereinigte Grundwasser in den Kittelbach eingeleitet. Der Flughafen hat rund zwei Millionen Euro in den Bau der drei Großanlagen investiert.

So funktioniert die PFT-Reinigungsanlage

Hier können sie sich anschauen, wie die PFT-Reinigungsanlage funktioniert.

Grafik PFT-Reinigungsanlage

Pilotanlage

Grundlage für die Großanlagen war eine Pilotanlage, in der im Jahre  2014 verschiedene Reinigungsmethoden zur Ermittlung der bestmöglichen Konfiguration der Filteranlage getestet wurden um das Grundwasser effizient von den PFT zu reinigen. Das belastete Grundwasser durchläuft in der Anlage zunächst einen Kiesbett-Filter, der Eisen und andere Störstoffe ausfiltert. Ionenaustausch-Harze reinigen das Wasser bereits im zweiten Schritt vollständig von den lang- und kurzkettigen PFT. Die nachgelagerten Aktivkohle-Filter sorgen für weitere Sicherheit. „Der Airport ist auf gutem Weg, die PFT-Grundwasserverunreinigung zu sanieren. Dies braucht jedoch Zeit. Eine deutliche Verringerung der Verunreinigung ist erst nach Jahren umfangreicher Sanierung zu erwarten“, betont Helga Stulgies, Beigeordnete der Landeshauptstadt Düsseldorf. 

Alle Maßnahmen am Flughafen wurden und werden in enger Abstimmung mit dem städtischen Umweltamt durchgeführt. Im Vorfeld der Sanierung sind für sämtliche Maßnahmen jeweils aufwändige Versuche vor Ort erforderlich. Hunderte Rammkernsondierungen wurden hierbei auf dem Flughafengelände durchgeführt und viele hundert Boden- und Grundwasserproben entnommen. In Zukunft werden Maßnahmen zur Sanierung der Fahnen außerhalb des Flughafengeländes vorbereitet an.

Flughafenfeuerwehr nutzte zugelassene Löschschäume

Die erhöhten PFT-Konzentrationen an einigen Stellen des Flughafengeländes sind auf die für den Flughafenbetrieb zwingend notwendige Anwendung von zugelassenen Löschmitteln zurückzuführen. Die Verunreinigung stammt aus einer Zeit, als die Flughafenfeuerwehr bei ihren Löschübungen noch PFT-haltiges Feuerlöschmittel verwendete. Die verwendeten Schäume waren standardmäßige, marktübliche Produkte, die von den Behörden zugelassen waren und von allen Feuerwehren vor allem zur Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden (z.B. Kerosin) verwendet wurden. Die negativen Eigenschaften von PFT waren damals noch nicht bekannt. Direkt nachdem die möglichen negativen Eigenschaften von PFT öffentlich wurden, entschied die Flughafenfeuerwehr 2007, derartige Produkte nicht mehr einzusetzen. Seitdem werden für den Ernstfall nur noch PFT-reduzierte Löschmittel vorgehalten. Übungen mit Löschschäumen finden seit 2007 ebenfalls nicht mehr statt.

PFT-Belastungen mittlerweile weitverbreitet

Erstmals wurde das industriell hergestellte PFT in den 1970er Jahren in der Umwelt festgestellt. Mittlerweile sind PFT-Belastungen in Gewässern und Böden weitverbreitet. Erhöhte PFT-Konzentrationen kommen an sehr vielen Stellen innerhalb der zivilisierten Welt vor. PFT werden etwa von der Kleidungs-, Agro-, Pharma- und Chemieindustrie produziert, verkauft und eingesetzt. Nahezu alle kommunalen und Betriebs-Feuerwehren nutzten in der Vergangenheit PFT-haltige Löschmittel.

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