Luftverkehr und Klima

Flugzeug vor blauem Himmel

Die Auswirkungen des Luftverkehrs auf die globale Erwärmung liegen nur bei einigen wenigen Prozent. Die wichtigsten, klimarelevanten Abgase, die durch den Luftverkehr entstehen, sind Kohlendioxid und indirekt Stickoxide und Aerosole bzw. Kondensstreifen. Stickoxide bewirken in Reiseflughöhe eine Ozonproduktion (erwärmend) und gleichzeitig einen Methanabbau (kühlend).

Die Wirkung von Kondensstreifen-Zirren und die Wirkung von Partikeln aus den Triebwerken auf die natürliche Bewölkung ist bisher nur ungenau quantifizierbar. Der Anteil am Treibhauseffekt infolge des bisherigen Luftverkehrs (ohne den Effekt der zusätzlichen Zirrusbewölkung) liegt weltweit bei etwa 3,5 Prozent. Als Schätzwert unter Einbeziehung des Effektes der Zirruswolken ergibt sich ein Anteil von ca. 4,9 Prozent.

Auch die Klimawirksamkeit des gesamten globalen Verkehrs am Boden, also beispielsweise auch Straßen- und Schienenverkehr, wird untersucht. Insgesamt hat der Verkehr einen Anteil von etwas mehr als zehn Prozent zum anthropogenen Treibhauseffekt. Der größte Beitrag stammt vom Straßenverkehr, der Schiffsverkehr hat einen negativen Beitrag (kühlend) und den niedrigsten Beitrag hat der Schienenverkehr. Insgesamt trägt der europäische Flugverkehr nur zu etwa 0,5 Prozent zu den weltweiten Kohlendioxidemissionen bei.

Kohlendioxid (CO2)

Kohlendioxid (CO2) gehört zu den wichtigsten Gasen, die den zusätzlichen Treibhauseffekt verursachen. Seine wesentlichen anthropogenen Quellen sind die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Öl, Gas) und die großflächige Vernichtung von Wäldern. Da CO2 sehr reaktionsträge ist, beträgt seine Verweilzeit in der Atmosphäre 50 - 100 Jahre. Somit spielt der Emissionsort im Gegensatz z.B. zu den Stickoxiden hier keine Rolle, da das CO2 genügend lange in der Atmosphäre bleibt, um sich gleichmäßig zu verteilen. Die Kohlendioxidemissionen sind direkt zum Treibstoffverbrauch proportional. Pro kg verbranntem Kerosin werden 3,15 kg Kohlendioxid ausgestoßen.

Im Jahr 2017 wurden am Flughafen Düsseldorf 238.114 t CO2 während des LTO-Zyklus durch 216.153 Flugbewegungen emittiert.

Durchschnittlich wurden 2017 pro Betriebsphase pro  LTO-Zyklus folgende CO2 Mengen ausgestoßen:

Rollen (Idle): 691 kg

Start (Take-off): 290 kg

Steigflug (Climb out): 748 kg

Anflug (Approach): 474 kg

Damit werden pro LTO-Zyklus ca. 2,2 t Kohlendioxid emittiert. Dabei fällt bei den Betriebsphasen Idle und Climb out am meisten CO2 an, während aufgrund der kurzen Zeitdauer beim Take-off am wenigsten ausgestoßen wird.

Unsere Atmosphäre

Atmosphäre

Die Lufthülle der Erde, die Atmosphäre, ist nach ihrem Temperaturverlauf in verschiedene „Stockwerke“ eingeteilt. Die untere Schicht „Troposphäre“ reicht von der Erdoberfläche bis in eine Höhe von etwa zehn Kilometern. Hier findet das gesamte Wettergeschehen statt. Darüber liegt eine Übergangsschicht - die Tropopause. Der zivile Flugverkehr wird in Höhen von acht bis zwölf Kilometern, also hauptsächlich in der Troposphäre und Tropopause, abgewickelt.

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