Anzeige

Klimaneutraler Airport

Der Flughafen Düsseldorf hat den Klimaschutz fest im Blick. Bis zum Jahr 2030 will der Airport den CO2-Ausstoß gegenüber den Werten von 2010 halbieren. Bis 2035 will er seine Emissionen auf null und bis 2050 sogar auf Netto Null senken.

Das Ziel: Null Emissionen bis 2050

Als eine der wesentlichen gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit spielt der Umwelt- und Klimaschutz am Düsseldorfer Airport seit langem eine zentrale Rolle.

Es ist unser erklärtes Ziel, die Einwirkungen des Flughafenbetriebs auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten – durch die Minimierung von Emissionen, Rohstoff- und Energieeinsatz, durch die Vermeidung, Verwertung oder umweltfreundliche Beseitigung von Abfällen und durch die Nutzung erneuerbarer Ressourcen. 

Die Meilensteine für den Weg zum klimaneutralen Airport:

  1. Bis 2030 soll der relative CO2-Ausstoß auf 1 Kilogramm CO2 pro Verkehrseinheit sinken. Gegenüber dem Basiszeitraum 2010 bis 2012 bedeutet dies eine Reduzierung um 65 Prozent. Eine Verkehrseinheit steht für einen Passagier mit Gepäck oder 100 Kilogramm Frachtgut. 
  2. Zusätzlich sollen bis 2030 die absoluten Emissionen gegenüber dem Jahr 2010 um 50 Prozent auf 29.500 Tonnen sinken. 
  3. Bis 2035 will der Flughafen dem Ziel der Stadt Düsseldorf folgend klimaneutral sein.
  4. Bis 2050 sollen die Emissionen auf Netto Null sein. 

CO2-neutral vs. Netto Null – was ist der Unterschied?

Aktivitäten sind CO2- oder klimaneutral, wenn sie keine Treibhausgasemissionen verursachen, das Klima also nicht belasten. Klimaneutralität kann erreicht werden, wenn die CO2-Emissionen auf ein Minimum reduziert und restliche CO2-Emissionen mit Klimaschutzmaßnahmen kompensiert werden.


Netto Null
bedeutet, dass alle durch Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen durch Reduktionsmaßnahmen wieder aus der Atmosphäre entfernt werden und somit die Klimabilanz der Erde netto, also nach den Abzügen durch natürliches und künstliches Senken, ohne Kompensationsmaßnahmen Null beträgt.

Die Entwicklung der CO2-Emissionen am Flughafen Düsseldorf bis 2050

Die Schaubilder zeigen die schrittweise Reduktion der CO2-Emissionen bis 2030 und 2050.

Was macht der Airport konkret für die CO2-Reduzierung?

Gebäude- und Anlagentechnik

  • Betrieb einer Absorptionskälteanlage
  • Betrieb zweier Blockheizkraftwerke 
  • Verstärkter Einsatz von LED-Beleuchtung
  • Optimierung der Raumluftanlagen im Terminal
  • Ausbau der Heizungssteuerung mittels Wettervorhersage

Energieversorgung

  • Betrieb von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von zwei Flugzeughallen sowie einer Freiflächenanlage
  • Anschluss an das zentrale Fernwärmenetz der Stadtwerke Düsseldorf

Fahrzeugmanagement

Zum Fuhrpark des Flughafens gehören  Vorfeld-, Werkstatt- und Dienstfahrzeuge. Abfertigungsgeräte sind seit 2012 ausschließlich in der Hand der Abfertigungsdienstleister. Der Flughafen stellt seinen Fuhrpark sukzessive auf elektrische Antriebe um: Bis 2030 sind 50, bis 2050 sind 100 Prozent geplant.

ACA-Zertifizierung

Im Februar 2020 erreichte der Düsseldorfer Airport  zum vierten Mal die dritte Stufe („Optimisation“) des internationalen Zertifizierungsprogramms „Airport-Carbon-Accreditation“ (ACA). 

Airport-Carbon-Accreditation ist ein unabhängiges, speziell für Flughäfen entwickeltes Zertifizierungsverfahren zur Erfassung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Hier werden die gesamten Kohlendioxid-Emissionen betrachtet, die am Standort entstehen, auch wenn sie durch Dritte verursacht sind und das Unternehmen keinen direkten Einfluss darauf ausüben kann. Nach der Erstellung des sogenannten CO2-Fußabrucks werden Reduktionsziele festgelegt und nachgehalten. Das vom Dachverband der europäischen Verkehrsflughäfen (ACI Europe) im Jahr 2009 initiierte Programm wird jährlich wiederholt und beinhaltet sechs Stufen: „Mapping“, „Reduction“, „Optimisation“, „Neutrality“, „Transformation“ und „Transition“.

ACA-Zertifikat öffnen
Grafik
Grafik

Der Masterplan des BDL zum Klimaschutz im Luftverkehr

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat im Dezember 2020 einen Masterplan vorgelegt, um den Luftverkehr stärker mit dem Klimaschutz in Einklang zu bringen. Damit verpflichten sich die Unternehmen der deutschen Luftverkehrswirtschaft auf das Ziel eines CO2-neutralen Flughafen- und Flugbetriebs. Für die Erreichung dieses Ziel wurde ein Maßnahmenpaket erarbeitet, dessen Umsetzung Wirtschaft und Politik mit vereinten Kräften vorantreiben müssen:

  • Flotten durch den Einsatz emissionsärmerer Flugzeuge erneuern 
  • Fossiles Kerosin durch nachhaltigen Flugkraftstoff ersetzen
  • CO2-neutralen Flughafenbetrieb realisieren
  • Effizientere Flugführung im europäischen Luftraum
  • Durch Stärkung der Intermodalität Verkehr auf die Schiene verlagern
  • Mit einer wettbewerbsneutralen CO2-Bepreisung Emissionen senken
  • Weitere Klimawirkung (non-CO2-Effekte) reduzieren
Mehr erfahren

Klima und Flugbetrieb

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen liegt der Anteil des weltweiten Flugverkehrs an der durch den Menschen verursachten Klimaerwärmung bei 3,5 Prozent. Dabei entfällt etwa ein Drittel auf die CO2-Emissionen und zwei Drittel auf non-CO2-Effekte, wobei Kondensstreifen und daraus resultierende Kondensstreifen-Zirren der bedeutendste Faktor sind. 

Der Anteil des internationalen Luftverkehrs an den weltweiten CO2-Emissionen beträgt 2,8 Prozent. In der EU liegt er bei  0,7 Prozent, bei innerdeutschen Flügen sind es 0,3 Prozent (Quelle: BDL).

Emissionen während des LTO-Zyklus

Im Jahr 2019 wurden am Flughafen Düsseldorf 239.636 Tonnen CO2 während des LTO-Zyklus (Anflug, Landung, Start, Steigflug) durch 221.348 Flugbewegungen emittiert. Pro LTO-Zyklus werden ca. 2,2 Tonnen CO2 ausgestoßen:

  • Rollen (Idle): 704 kg
  • Start (Take-off): 279 kg
  • Steigflug (Climb out): 722 kg
  • Anflug (Approach): 460 kg
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So