Vorfeld
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Energiesparende LED-Beleuchtung auf dem Vorfeld

Das Thema Sicherheit wird am Düsseldorfer Airport großgeschrieben. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Beleuchtung des gesamten Vorfeldbereichs. Hierbei setzt der Flughafen seit einigen Jahren auf den Einsatz von energiesparenden Licht emittierenden Dioden, kurz LED, die unter anderem bei der Befeuerungsanlage des Airports zum Einsatz kommen.

Die „Feuer“ stehen in diesem Fall für die „Leuchten“ oder Lichtsignale, die beim Start, bei der Landung oder am Boden für eine gute Sicht sorgen und eine wichtige Orientierungshilfe für die Piloten darstellen. Der Fachbereich Airfield Lighting stellt unter anderem sicher, dass die Beleuchtung der beiden Start- und Landebahnen und des Vorfeldbereichs – entsprechend den Vorgaben der European Aviation Safety Agency (EASA) und der ICAO Richtlinien – uneingeschränkt funktioniert.

„Es werde Licht. Und zwar mit LEDs. Unser Flughafen spart durch moderne Leuchtmittel ein Drittel an Energie ein.“

Wolfgang Wolter Airfield Lighting

Mussten früher die Halogen-Elemente alle zwei Jahre ersetzt werden, so halten die neuen LED-Produkte weit über die gewährleisteten fünf Jahre hinaus. Zudem muss nur noch rund die Hälfte der benötigten Strahler für die gleiche Kilowattleistung verbaut werden und der Flughafen spart durch die modernen Leuchtmittel ein Drittel an Energie ein.

Die LED-Umrüstung auf dem Vorfeld begann mit den Planungen für die A380-Position am Flugsteig C. Die dort verbauten Lichtquellen waren für die Größe des Fliegers nicht mehr geeignet. Sie wurden daher gegen 40 Meter hohe Lichtmasten mit einem modernen Absenksystem ersetzt, sodass die Wartung bequem vom Boden aus vorgenommen werden kann. Bereits gebaut sind 15 Lichtmaste mit insgesamt 90 LED-Strahlern. Weitere 11 Masten mit 26 LED-Strahlern kommen bis Ende 2022 noch hinzu.

Wofür ist Airfield Lighting zuständig?

Der Fachbereich Airfield Lighting hält die gesamte Befeuerungsanlage instand und ist für die Planung, Umrüstung und den Neubau von LED-Beleuchtungselementen auf den Flugbetriebsflächen verantwortlich. Überwiegend in der Nacht, wenn der Flugverkehr ruht, tauscht das Team defekte Leuchtmittel und Feuer aus oder überprüft sie mit einem speziellen Mess-Anhänger auf ihre Helligkeit beziehungsweise Lichtintensität. Während die Flughafen Düsseldorf GmbH die Befeuerungsanlage bereitstellt und durch die Kollegen des Airfield Lighting deren Instandhaltung und Wartung garantiert, liegt die Bedienung der Anlage im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Wolfgang Wolter

Auch Terminal und Parkhäuser umgerüstet

Nicht nur auf dem Vorfeld rüstet der Airport um, wo bereits die komplette Beschilderung mit LED ausgestattet ist (knapp 400 Schilder sagen den Piloten, wo sie sich gerade befinden), sondern auch die Beleuchtung im Terminal, in den Parkhäusern und in weiteren Gebäuden wird fortlaufend umgestellt und erneuert. Auch im Zentralgebäude des Terminals wird die Beleuchtung von HQI (Halogen-Metalldampf) Strahlern auf LED-Strahler umgerüstet. Zukünftig werden weitere Beleuchtungsanlagen von konventioneller Technik auf LED-Technik umgestellt. Hier stehen insbesondere die Flugzeughallen und Parkhäuser im Fokus.

Umweltfreundlich, günstiger und sicherer

Die Umstellung auf LED-Beleuchtung hat einen geringeren Energieverbrauch zur Folge und reduziert die „Lichtverschmutzung“. Doch nicht nur die Umwelt profitiert davon, auch in puncto Arbeitssicherheit liegen die Vorteile auf der Hand. Mitarbeiter*innen auf dem Vorfeld profitieren von einer zielgerichteteren Beleuchtung und einer helleren Arbeitsumgebung. Auch für den Flugverkehr bedeutet die Umrüstung bessere Sichtverhältnisse und ein geringeres Ausfallrisiko der Befeuerung. Aus wirtschaftlicher Sicht ist LED-Beleuchtung langlebiger und weniger wartungsintensiv. Ein klarer Gewinn in mehrfacher Hinsicht.

ca. 738 t
CO2-Einsparung pro Jahr
ca. 226.300 EUR
jährliche Kostenersparnis
(z.B. durch weniger Energieverbrauch)
> 5 Jahre
halten LEDs
(Halogen-Elemente ca. 2 Jahre)
LED Beleuchtung

Rund 6000 „Feuer“ brennen auf dem Vorfeld 

Insgesamt befinden sich rund 6.000 Über- und Unterflurfeuer auf dem Düsseldorfer Vorfeld im Bereich der Nordbahn, der Südbahn und der Rollwege. Je nachdem, an welcher Stelle sich die einzelnen Feuer befinden, sind sie in den Boden eingelassen (Unterflurfeuer) oder liegen überirdisch (Überflurfeuer). Bestückt sind sie mit Halogen-Leuchtmitteln, die eine Lebensdauer von durchschnittlich jeweils 1.500 Stunden haben. Würde man die Kabel, die die Befeuerungsanlage mit Strom versorgen, aneinander reihen, wären sie circa 3.200 Kilometer lang und würden somit vom Düsseldorfer Flughafen bis nach Lanzarote reichen.

Jede Farbe hat ihre Bedeutung

Sechs unterschiedliche Farben kommen bei der Befeuerungsanlage zum Einsatz – und haben weltweit die gleiche Bedeutung. Jeder Pilot kennt sie und richtet sich auf dem Vorfeld sowie beim Start oder der Landung danach. Primär dienen die Farben somit der Orientierung. Eine weitere wichtige Funktion: Sie kennzeichnen die Bereiche, in denen besondere Vorsicht gefragt ist.
Flurfeuer
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