Bienen
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Geprüfter Bienenhonig vom Airport

Seit Herbst 2005 unterhält der Düsseldorfer Flughafen mehrere Bienenvölker in unmittelbarer Nähe zum Flughafengelände. Der erste Honig wurde 2006 geerntet. Die Menge des geernteten Honigs liegt zwischen 80 und 100 Kilogramm im Jahr. Bevor der Airport seinen Honig zum Verzehr freigibt, lässt der Airport ihn regelmäßig von zwei Fachlaboren untersuchen.

Die Analyse des Honigs und die Vitalität der Bienenvölker lassen Rückschlüsse auf den Zustand des von den Bienen bei der Nahrungssuche besuchten Gebietes zu. Zudem tragen die Bienen durch die Bestäubung der besuchten Pflanzen ganz erheblich zur Biodiversität der lokalen Pflanzenwelt bei.
„Zurzeit betreuen wir drei Bienenvölker. Zur Hochsaison - in der Regel vom Frühling bis zum Herbst - sind mehrere 100.000 Tiere für den Airport unterwegs. Bis der geerntete Honig aber schließlich im Glas, auf dem Butterbrot oder im Tee landet, sind viele verschiedene Arbeitsschritte notwendig.“

Angelo Sotgia Flughafen-Imker
Ein Institut für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz prüft, ob der Düsseldorfer Flughafenhonig den Qualitätskriterien der Deutschen Honigverordnung und des Deutschen Imkerbundes entspricht, ein Fachlabor für Biomonitoring prüft, ob der Honig mit Schadstoffen belastet ist.

Darüber hinaus finden regelmäßig sogenannte Vitalitätsprüfungen statt, bei denen verschiedene statistische Parameter – etwa zur Entwicklung der Brutwaben, zur durchschnittlichen Erntemenge oder zur Größe der Völker – abgefragt und verglichen werden.
Biomonitoring

Wirtschaftsfaktor Bienen

Etwa 80 Prozent aller Pflanzen, eingeschlossen unser Obst und sonstige Nutzpflanzen, sind auf tierische Bestäubung angewiesen. Bienen wiederum sind die wichtigsten Bestäuber im Tierreich und damit ein großer Wirtschaftsfaktor: Nach Angaben des Deutschen Imkerbundes (DIB) übersteigt der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung den Wert der Honigproduktion um das 10- bis 15-fache. Dies sind rund 2 Milliarden Euro jährlich in Deutschland und 70 Milliarden US-Dollar weltweit.

Was bringt die Analyse von Honig?

Analysen von Honig und Pollen liefern wichtige Erkenntnisse über die Vielfalt der lokalen Flora. Unter den von den Airportbienen besuchten Pflanzen ist von Ahorn oder Ackerbohne über Spargel, Schafgarbe, Efeu, Vergissmeinnicht, Raps und Heckenkirsche bis zum Weidenknöterich, Johanniskraut und Natternkopf so ziemlich alles dabei, was die niederrheinische Pflanzen- bzw. Blütenwelt zu bieten hat.
Fragezeichen

Biomonitoring - Umweltüberwachung mit Organismen

Hochempfindliche Organismen reagieren in der Regel unmittelbar auf Umweltbelastungen. Anhand ihrer sicht- bzw. messbaren Reaktionen auf Schadstoffe lassen sich sowohl die Intensität der Belastung auf den jeweiligen Organismus als auch mögliche Kombinations- und Wechselwirkungen ermitteln.

Der Grad der Anreicherung mit Giftstoffen wird im Labor bestimmt. Aus den Ergebnissen lassen sich Aussagen über mögliche Gefährdungen von Mensch und Umwelt ableiten und ob und in welcher Weise Schadstoffe über die Nahrungskette vom Tier zum Menschen gelangen kann.

Biomonitoring-Verfahren werden seit vielen Jahren angewendet. Die bekanntesten sind der Einsatz von Fischen zur Prüfung der Wirksamkeit von Trinkwasseraufbereitungsanlagen oder von Grünkohlblättern zur Prüfung der Wirksamkeit von Rauchgasentschwefelungsanlagen. Sie erlauben die Erfassung und Bewertung komplexer Belastungsszenarien und ergänzen damit die Untersuchungen von Einzelkomponenten.

100.000
Tiere am Airport

100 Kilogramm
Jahresernte

3
Bienenvölker

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