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Nach mehr als zehn Jahren wieder direkt nach Tripolis. Medsky Airways bietet ab Düsseldorf die einzige Nonstop-Verbindung zwischen Deutschland und Libyen

Die Bedeutung mancher Flugverbindungen misst sich nicht am Tourismus, sondern an ihrem Beitrag zu persönlichen Begegnungen, wirtschaftlicher Vernetzung und internationaler Zusammenarbeit. Gerade in Ländern, die für einen allgemeinen Reiseverkehr noch zu instabil sind, können Direktflüge Verbindungen offenhalten, Projekte erleichtern und Dialogkanäle stärken, die sonst durch lange Reisewege, Umstiege und Unsicherheiten erschwert würden.

Der Düsseldorfer Airport begrüßte heute Nachmittag den Erstflug von Medsky Airways aus Tripolis. Die libysche Airline verbindet Düsseldorf nun zweimal wöchentlich, sonntags und freitags, direkt mit dem Flughafen Mitiga International. Am Gate kamen Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens, Ulrich Topp, Leiter Aviation Business Development am Flughafen Düsseldorf, Seraj Elfitore, CEO Medsky Airways, sowie Abubakar Elfortia, Aufsichtsratsvorsitzender Medsky Airways, zusammen.

Die neue Strecke richtet sich vor allem an Menschen aus der libyschen Community, die familiäre und persönliche Verbindungen in ihrem Herkunftsland pflegen. Relevant ist die Verbindung auch für Unternehmen, Hilfsorganisationen und Institutionen mit Bezug zu Libyen, etwa bei Energie- und Infrastrukturprojekten, im Gesundheitswesen oder in der Entwicklungszusammenarbeit.

„Die neue Direktverbindung nach Tripolis zeigt, welche wichtige Rolle Luftverkehr auch jenseits touristischer Märkte spielt. Nicht jede Strecke ist großvolumig. Dennoch kann sie sehr wichtig sein, weil sie Menschen mit Familien, Unternehmen mit Projekten und Institutionen mit Partnern verbindet. Gerade in anspruchsvollen Märkten schafft direkte Erreichbarkeit die Grundlage für Austausch, Zusammenarbeit und wirtschaftliche Beziehungen. Düsseldorf übernimmt hier eine Brückenfunktion zwischen Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Nordafrika“, erklärt Pradeep Pinakatt.

Auch Abubakar Elfortia betont die besondere Bedeutung der Verbindung: „Nach mehr als einem Jahrzehnt und seit 2014 kehren nun Direktflüge zwischen Libyen und Deutschland zurück. Eine lang erwartete Rückkehr, die Hoffnung, Vernetzung und den Beginn einer neuen Phase der Öffnung für Europa mit sich bringt“, so Elfortia zur Relevanz der Flugverbindung für das nordafrikanische Land.

Für Düsseldorf knüpft die Verbindung an frühere Libyen-Anbindungen an. Zwischen 2007 und 2011 gab es bereits regelmäßige Direktflüge zwischen Tripolis und Düsseldorf, damals durchgeführt von Afriqiyah Airways. Infolge des Bürgerkriegs in Libyen wurde die Verbindung ausgesetzt. Nach einem Neustart 2012 endeten die Direktflüge 2014 erneut. Seitdem war Libyen ab Deutschland nicht mehr nonstop erreichbar – bis zur heutigen Aufnahme der Medsky-Verbindung.

Medsky Airways setzt auf der Strecke einen Airbus A320 ein. Die Flugzeit zwischen Düsseldorf und Tripolis beträgt rund drei Stunden.

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    Neue Direktverbindung nach Libyen: Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens (2.v.l.), und Ulrich Topp, Leiter Aviation Business Development am Flughafen Düsseldorf (rechts), begrüßten Medsky-CEO Seraj Elfitore (links) und Abubaker Elfortia, Aufsichtsratsvorsitzender Medsky Airways, bei der ersten Ankunft aus Tripolis. Foto: Flughafen Düsseldorf / Caroline Schlüter

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    A320 der MedSky Airways beim Erstflug von Düsseldorf nach Tripolis. Foto: Flughafen Düsseldorf / Caroline Schlüter

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